Umfrage

Wissenstransfer wesentlich für schnellere Forschung

Was bringt die Forschung nach neuen Arzneimitteln voran? Eine aktuelle Umfrage im Auftrag von Sanofi zeigt, dass die Mehrheit der Deutschen Wert auf die Zusammenarbeit verschiedener Institutionen legt.

Veröffentlicht: 18.06.2020, 13:48 Uhr
Wissenstransfer wesentlich für schnellere Forschung

Produktionsanlage bei Sanofi am Standort Frankfurt-Höchst: Die Erforschung von Volkskrankheiten hat nach einer Umfrage des Unternehmens für eine große Mehrheit der Deutschen hohe Priorität.

© Sanofi

Frankfurt. Partnerschaft bringt die Forschung voran: Das Teilen von Forschungserkenntnissen zwischen verschiedenen Institutionen und den Wissenstransfer sehen 79 Prozent der Deutschen als wesentlichen Faktor an, um die Forschung nach Arzneimitteln in den kommenden Jahren zu beschleunigen.

Das ist eines der Ergebnisse des Sanofi Gesundheitstrends, für den im April 1003 Männer und Frauen im Alter ab 16 Jahren in Deutschland vom Meinungsforschungsinstitut Nielsen befragt wurden.

„Manche Fragen lassen sich im Alleingang lösen – aber für die aktuellen Herausforderungen im Gesundheitswesen ist partnerschaftliche Zusammenarbeit ein wichtiger Ansatz“, kommentiert Professor Jochen Maas, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung Sanofi Deutschland, die Ergebnisse der von seinem Unternehmen beauftragten Umfrage. Das gelte für alle forschenden Einrichtungen, von Universitäten und anderen akademische Einrichtungen über Start-ups bis hin zu Großunternehmen. „Wir müssen Brücken schlagen und interdisziplinär arbeiten“, so Maas weiter laut Pressemitteilung.

Positiver Effekt durch Einsatz von KI?

Nach weiteren Ergebnissen der Umfrage glauben laut Sanofi etwa 76 Prozent der Menschen, dass der Einsatz computergestützter Methoden bei der Suche nach geeigneten Wirkstoffen, die Forschung in Zukunft schneller vorantreiben wird. Zustimmung (72 Prozent) findet auch die Aussage, die Nutzung Künstlicher Intelligenz in der Auswertung von Forschungsdaten werde in den kommenden zwei bis fünf Jahren für eine schnellere Bereitstellung von Forschungsergebnissen sorgen.

Eine deutliche Mehrheit der Befragten sieht demnach die weitere Erforschung von Arzneimitteln für Volkskrankheiten wie Krebserkrankungen (91 Prozent), immunologische Erkrankungen (90 Prozent) und neurologische Erkrankungen (89 Prozent) als dringlich an. Etwas weniger dringlich (80 Prozent) wird der Bedarf zur Erforschung neuer Arzneimittel für seltene Krankheiten gesehen. Insgesamt steige die wahrgenommene Relevanz der Forschung bei den Befragten in Bezug auf alle Erkrankungen mit zunehmendem Alter an.

Einstellung zur Wichtigkeit von Impfstoffen ist altersabhängig

87 Prozent der Bürger sehen laut Umfrage zudem einen Forschungsbedarf für Infektionskrankheiten, vor denen Impfstoffe schützen können. Die Umfrage zeige dabei, dass sich diese Auffassung besonders zwischen den jüngeren und älteren Altersgruppen unterscheidet. Nur 29 Prozent der 18-29-jährigen sehen den Forschungsbedarf nach Impfstoffen als „äußerst wichtig“ an, während bei den 60-69-jährigen 59 Prozent die Angabe „äußerst wichtig“ ausgewählt haben.

Insgesamt 51 Prozent der Menschen fühlen sich laut der aktuellen Umfrage hierzulande wohl. Die 18-29-Jährigen seien mit 63 Prozent dabei zufriedener als ältere mit 48 Prozent. (syc)

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