ArztOnline, 24.02.2010

Jedem Hausarzt seinen "Robodoc"?

Wie wäre das schön: Wenn nachts während des Notdienstes ein Patient anruft, muss man nicht aus dem Bett kriechen, weil längst ein anderer den Notfall übernommen hat.

Die lästige Dokumentation für DMP, Abrechnung ... wird wie von Geisterhand erledigt. Und wenn man mal Lust hat, einen Spontanurlaub einzulegen, springt ohne Wenn und Aber ein anderer ein. Und das Beste daran, der Patient merkt von all dem nichts.

Wie das nun - ethisch vertretbar - möglich ist? Die NASA macht es vor: Die nächste Generation von Mondforschern könnte den Namen "Robonaut2" tragen und menschlichen Astronauten im wahrsten Sinne des Wortes die Drecksarbeit abnehmen und dabei noch gut aussehen - nämlich wie Menschen. Schon in drei Jahren will die NASA einem Bericht der Technology Review zufolge erste humanoide Roboter zur Raumstation ISS schicken.

Es gibt nur ein winziges Problem: Die Roboter sollen sich im Verhalten an Menschen orientieren. Was also, wenn sie irgendwann auch keine Lust mehr haben, unliebsame Aufgaben zu erledigen? Filme wie Matrix und Surrogates lassen grüßen. Da machen wir unsere Drecksarbeit doch lieber gleich selbst - sogar im Notdienst. (reh)

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