Ärzte Zeitung, 16.01.2004

Neuer Ansatz für die Therapie bei Unfruchtbarkeit

WASHINGTON (dpa). US-Forscher haben einen möglichen neuen Ansatzpunkt zur Behandlung von Unfruchtbarkeit bei Frauen gefunden. In Zellversuchen beobachteten sie, wie das luteinisierende Hormon (LH) mit anderen Botenstoffen zusammenspielen muß, damit im Eierstock eine befruchtungsfähige Eizelle heranreifen kann (Science, Online-Vorabveröffentlichung).

Bisher haben Forscher erstaunlicherweise an der Eizelle selber und an den umliegenden Zellen nur wenige oder gar keine Andockstellen für LH gefunden. Es wurde daher vermutet, daß LH indirekt über andere Botenstoffe die notwendigen Reifungsprozesse auslöst.

Jy-Young Park von der Universität Stanford und seine Kollegen haben jetzt festgestellt, daß LH die Ausschüttung mehrerer Wachstumsfaktoren anregt. Diese stimulieren dann sowohl die Reifung der Eizelle im Eibläschen (Follikel) als auch das Wachstum der umliegenden Zellen, so daß letztlich der Eisprung erfolgen kann.

Topics
Schlagworte
Medizin (77430)
Krankheiten
Infertilität (428)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Gala mit Herz und Verstand

Mit einer festlichen Gala hat Springer Medizin pharmakologische Innovationen und ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Die Preisträger vermittelten Hoffnung auf Heilung und auf Hilfe, hieß es am Donnerstagabend. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der deutschen pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »