Ärzte Zeitung, 30.07.2007

Hörtest auf SIDS-Risiko?

Unterschiede bei Messung otoakustischer Emissionen

SEATTLE (hub). Können Kinder mit einem erhöhten Risiko, am plötzlichen Kindstod (SIDS) zu sterben, mit einem Standardtest erkannt werden? Diese Möglichkeit deutet eine Studie von US-Forschern der Kinderklinik in Seattle an.

Hörtest bei einem Säugling. Foto: hsr

Sie verglichen die Messungen otoakustischer Emissionen (OAE) von 31 später an SIDS gestorbenen Kindern mit denen von 31 Kontrollkindern (Early Hum Dev online). Ergebnis: Alle Kinder mit SIDS hatten reduzierte Signale in drei Frequenzbereichen.

Die Forscher vermuten, dass die Flimmerhärchen im Innenohr nicht nur fürs Hören, sondern auch für Informationen über den CO2-Gehalt im Blut wichtig sind. Seien die Härchen geschädigt, werde etwa ein erhöhter CO2-Gehalt im Blut nicht ans Gehirn gemeldet, das Kind erhöht nicht die Atemfrequenz und erstickt.

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