Gesundheitsversorgungsgesetz

Alles für die Baby-Boomer: Entbudgetierung zunächst für Hausärzte

Das Gesundheitsversorgungsgesetz soll auch die Versorgung der geburtenstarken Jahrgänge aus den 60er-Jahren sichern. Nach den Pädiatern sollen deshalb zunächst nur die Hausärzte vom Budgetdeckel befreit werden, heißt es in Berlin.

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Die Babyboomer gehen in den nächsten Jahren in den Ruhestand. Die Entbudgetierung der Hausärzte soll helfen, den Beruf für jüngere Ärzte attraktiver zu machen und die medizinische Versorgung der Boomer sicherzustellen. Für andere Facharztgruppen – außer den Pädiatern – ist wohl erst einmal keine Entbudgetierung in Sicht.

Die Babyboomer gehen in den nächsten Jahren in den Ruhestand. Die Entbudgetierung der Hausärzte soll helfen, den Beruf für jüngere Ärzte attraktiver zu machen und die medizinische Versorgung der Boomer sicherzustellen. Für andere Facharztgruppen – außer den Pädiatern – ist wohl erst einmal keine Entbudgetierung in Sicht.

© fizkes / stock.adobe.com

Berlin. Der verschlankte Entwurf eines Gesundheitsversorgungsgesetzes soll dazu beitragen, die Zahl der Kinder- und Jugendärzte sowie der Hausärzte zu erhöhen. Darauf haben Regierungskreise am Mittwoch verwiesen. Mittel zum Zweck soll die Entbudgetierung der hausärztlichen Versorgung sein. Die Pädiater sind bereits vom Budgetdeckel befreit.

5.000 Hausarztpraxen suchen Nachfolger

In den Kreisen hieß es dazu am Mittwoch, man wolle, dass sich ein größerer Teil derjenigen Studierenden, die ihr Medizinstudium abschlössen, sich für diese beiden Versorgungsgebiete entscheide. 5.000 Hausarztpraxen seien bereits unbesetzt.

Aus diesem Grund wohl sollen die fachärztlichen Gebiete nicht sofort entbudgetiert werden. Würde die Politik nämlich die Bedingungen für alle Gebiete gleichermaßen verbessern, zum Beispiel auch für die Nuklearmediziner, würde die Hausarztmedizin in Relation schlechter gestellt. Unklar blieb bei dieser Argumentation, ob grundversorgende Fachärzte möglicherweise der hausärztlichen Sphäre zugeschlagen werden könnten.

Die Priorisierung der Hausärzte sei dabei von zentraler Bedeutung für die bevorstehende altersmedizinische Versorgung der Baby-Boomer, also der Jahrgänge 1955 bis 1969, hieß es am Mittwoch. (af)

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