Ärzte Zeitung, 09.03.2007

Viele Frauen erleiden Gewalt in Familien

GENF (dpa). Mehr als eine halbe Million Frauen sterben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedes Jahr durch Komplikationen im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt. Diese Zahl habe sich in den vergangenen 20 Jahren kaum geändert, sagte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan in Genf aus Anlass des gestrigen Internationalen Frauentags.

Hinzu komme, so Chan, dass Frauen und Mädchen weiterhin anhaltender Gewalt vor allem im Familienbereich ausgesetzt seien. Deshalb sei der diesjährige Frauentag auch dem Kampf gegen die Gewalt etwa durch den Partner gewidmet.

Auch in Deutschland wurde jetzt eine Kampagne gegen Gewalt an Frauen gestartet. Ziel ist es, mit Plakaten die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und die Situation betroffener Frauen durch Hinweise auf Hilfsangebote zu verbessern, wie der Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe in Berlin mitteilte. Mindestens jede dritte Frau in Deutschland erlebt den Angaben zufolge in ihrem Leben Gewalt. Schätzungsweise zwei Drittel verschweigen dies.

Topics
Schlagworte
Gynäkologie (5785)
Organisationen
WHO (3319)
Krankheiten
Schwangerschaftsprobleme (2585)
Personen
Margaret Chan (136)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

"Telemedizin ist für uns Landärzte die Zukunft"

Geringes Honorar, hoher Aufwand und auf bestimmte Diagnosen begrenzt – trotzdem setzen einige Ärzte auf die Videosprechstunde. Und das aus vielerlei Gründen. mehr »

Kein Darmkrebs-Screening ab 45 Jahren

Der GBA lehnt die Senkung der Altersgrenzen beim Darmkrebs-Screening ab. Dagegen soll das organisierte Einladungsverfahren zur Früherkennung ab Juli 2019 starten. mehr »

Was 100-Jährige von anderen unterscheidet

100-Jährige sind oft weniger krank als die Jüngeren. Worauf es ankommt, haben Forscher anhand von Daten von AOK-Versicherten herausgefunden. mehr »