Ärzte Zeitung, 13.02.2007

Methylphenidat retardiert ist im Vorteil bei ADHS

BERLIN (gvg). Die Effektivität einer ADHS-Therapie mit Methylphenidat kann durch Umstellen auf eine langwirksame Formulierung verbessert werden. Das zeigt eine von Janssen-Cilag unterstützte Multicenter-Studie, die vor kurzem auf einem Psychiatrie-Kongress in Berlin vorgestellt wurde.

An der Studie nahmen 296 Kinder und Jugendliche mit ADHS teil. Sie waren zuvor mit kurzwirksamem Methylphenidat behandelt worden und wurden für die Studie auf äquivalente Dosierungen von Methylphenidat in einer Retard-Formulierung (Concerta®) umgestellt. Die Retardform muss nur einmal täglich eingenommen werden.

Im Lauf der Behandlung verbesserte sich die Lebensqualität signifikant, und zwar auf einem Elternfragebogen mit maximal 28 Punkten von 17,2 auf 19,7 Punkte. Die Wirksamkeit wurde von 76 Prozent der Ärzte und 77 Prozent der Eltern als "gut" oder "sehr gut" bewertet.

Topics
Schlagworte
Pädiatrie (8671)
ADHS (312)
Krankheiten
ADHS (565)
Wirkstoffe
Methylphenidat (161)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Drastisch veränderte Mundflora bei Krebs

Beim Plattenepithelkarzinom der Mundhöhle ist die Zusammensetzung des oralen Keimwelt im Vergleich zu Gesunden drastisch verschoben. mehr »

Engagement, das Früchte trägt

Jungen Menschen fehlt es an Gespür für ehrenamtliches Engagement? Ein Vorurteil, wie sich bei der Springer Medizin Gala gezeigt hat. Deutlich wurde auch, dass Engagement für Hilfsbedürftige auch den Sinn für das Politische schärft. mehr »

So wird Insulin für Diabetiker produziert

Hinter den Toren des Industrieparks Höchst bieten sich faszinierende Einblicke in die Welt der Hochleistungs-Biotechnologie: Milliarden von E.coli-Bakterien produzieren hier das für Diabetiker überlebenswichtige Insulin. mehr »