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Gesellschaft verurteilt das UN-Klon-Verbot

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NEU-ISENBURG (ple). Die European Society of Human Reproduction and Embryology (ESHRE) verurteilt die Empfehlung der UN-Vollversammlung, alle Formen des Klonens mit Humanzellen zu verbieten.

In der Gesellschaft sind mehr als 4500 Reproduktionsmediziner und Wissenschaftler organisiert. Wie berichtet, hatten in der Vollversammlung 84 Staaten für ein totales Klonverbot votiert, 34 Staaten dagegen.

Wie die ESHRE mitteilt, unterstützt sie die Forschung mit Embryonen, auch das therapeutische Klonen, das Forschungsklonen, weil sie in ihm einen großen Hoffnungsträger für die Therapie sieht. Zugleich verurteilt die europäische Gesellschaft reproduktives Klonen und verweist auf ihr Moratorium von 1999, in dem sie ein weltweites Verbot des reproduktiven Klonens gefordert hatte.

"Wir bedauern es, daß offenbar die UN nicht in der Lage ist, zwischen reproduktivem und therapeutischem Klonen zu unterscheiden", so ESHRE-Chairman Professor Arne Sunde von der Uni-Klinik in Trondheim in Norwegen. Die ESHRE hofft, daß jene Länder, die sich gegen therapeutisches Klonen entschieden haben, nicht versuchen werden, Länder zu beeinflussen, die diese Forschung betreiben.

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