Ärzte Zeitung, 05.09.2007

Forscher finden Gen für Größe

LONDON (ddp). Forscher haben erstmals ein Gen für die Körpergröße des Menschen identifiziert: Wer eine bestimmte Variante davon besitzt, wird im Durchschnitt einen Zentimeter größer.

Das Gen namens HMGA2 bestimmt damit aber nur zu einem kleinen Teil, wie groß ein Mensch einmal wird. Für ihre Studie durchsuchten die Forscher um Dr. Michael Weedon von der Peninsula Medical School in Exeter das Erbgut von knapp 5000 Probanden und schauten, welches Gen sich mit der Körpergröße in Zusammenhang bringen ließ ("Nature Genetics" Online-Veröffentlichung).

Der dabei entdeckte Erbgutabschnitt enthält die Bauanleitung für das HMGA2-Protein. Dieses dockt an die DNA an und beeinflusst so die Aktivität anderer Gene. Bereits im menschlichen Embryo ist es aktiv und bestimmt, wie lang die Knochen des Menschen einmal werden. Wie eine zusätzliche Analyse der Gene von Freiwilligen zeigte, reicht bereits eine kleine Veränderung im HMGA2-Gen aus, um den Menschen wachsen zu lassen: Wird ein einziger Buchstabe im DNA-Code ausgetauscht, wird der Mensch größer.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

"Manche Wortwahl irritiert mich sehr"

Gesundheitsminister Spahn wird wegen des TSVG von Ärzten kritisiert. Im Interview mit der "Ärzte Zeitung" betont er: Es wird mit Falschinformationen Stimmung gemacht. mehr »

Galenus-Gala 2018 – Das sind die Gewinner

Was zeichnet innovative Arzneimittelforschung aus? Vier Medikamente und eine Forschergruppe erhalten den Galenus-von-Pergamon-Preis 2018. Für beispielhaftes soziales Engagement wurde zudem der CharityAward verliehen. mehr »

CharityAward für Zahnarzt im Waschsalon

Mit dem CharityAward zeichnet Springer Medizin Engagement von Menschen aus, die sich ehrenamtlich um hilfsbedürftige Menschen kümmern. Die diesjährigen Preisträger sind nun gekürt worden. mehr »