Ärzte Zeitung online, 26.08.2013

Stammzell-Forschung

Durchblick dank verjüngter Zellen

Schneller als manch einer vermutet hat, beginnt schon jetzt eine klinische Studie mit induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS), und zwar in Japan zur Behandlung von Patienten mit feuchter altersbezogener Makuladegeneration. Ein gewagter Schritt.

Von Peter Leiner

Gewagte Pilotstudie: Mit verjüngten Zellen gegen Folgen der Makuladegeneration

Bei Makuladegeneration wird ausgerechnet die Stelle des schärfsten Sehens zerstört. Eine verbesserte Zelltherapie soll jetzt Hilfe bringen.

© DVR / dpa

TOKIO. Erste ermutigende Ergebnisse mit spürbarer Verbesserung des Sehvermögens nach der Transplantation von Zellen des retinalen Pigmentepithels (RPE), die mithilfe von humanen embryonalen Stammzellen hergestellt worden waren, gibt es bereits, und zwar bei Patienten mit juveniler (Morbus Stargardt) oder trockener Makuladegeneration.

Geleitet wird die noch laufende Studie von Dr. Steven Schwartz vom Jules Stein Eye Institute in Los Angeles (Lancet 2012; 379: 713). Dabei werden Zellpräparate verwendet, die das US-Unternehmen Advanced Cell Technology (ACT) herstellt.

Unklar ist, ob es nach einiger Zeit zu Komplikationen wie Abstoßungsreaktionen kommen kann.

Diese Gefahr wollen nun japanische Wissenschaftler um Dr. Masayo Takahashi vom Forschungslabor für retinale Regeneration am RIKEN-Zentrum in Tokio durch eine verbesserte Zelltherapie bannen. Erste Versuche mit humanen embryonalen Stammzellen hat Takahashi eigenen Angaben zufolge nicht weiter verfolgt.

In einer Anfang August begonnenen Studie planen die Wissenschaftler nun...

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