Ärzte Zeitung, 11.04.2005

Öko-Test warnt: Viele Babyphone belasten Umwelt

Viele Eltern schätzen das Babyphone. Doch der elektronische Babysitter ist nicht immer ungefährlich, wie die Zeitschrift "Öko-Test" in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet.

Von 22 untersuchten Babyphonen waren sieben Modelle nur "ausreichend", zehn Geräte sogar "mangelhaft" oder "ungenügend". Als problematisch erwiesen sich die Strahlenbelastung und die Inhaltsstoffe. Die meisten der heute eingesetzten Babyphone erreichen mit einer Sendefrequenz von 40 Megahertz und einer maximalen Sendeleistung von zehn Milliwatt Reichweiten von bis zu hundert Meter und sind, was die Strahlung angeht, eher unbedenklich.

Problematisch allerdings sind sogenannte Walkie-Talkies mit Babyphonfunktion, so die Experten von "Ökotest". Diese Geräte können Entfernungen von über fünf Kilometern überbrücken, senden allerdings im 446-Megahertz-Bereich mit bis zu 500 Milliwatt.

Entsprechend hoch ist die Strahlungsstärke. Die Strahlungsstärke überschritt bei allen getesteten Geräten die für beispielsweise Computer längst anerkannten Grenzwerte.

Die Öko-Tester raten, möglichst viel Abstand zum Gerät zu halten. Die Belastung mit elektrischen Feldern reduziert sich schon bei einem Abstand von mehr als zwei Metern enorm. Zudem sollten Eltern mit der Empfindlichkeitseinstellung der Geräte experimentieren, das Babyphon sollte nur anspringen, wenn tatsächlich Handlungsbedarf besteht. (ddp.vwd)

Topics
Schlagworte
Umweltmedizin (1195)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Zufallsbefunde – Wer sucht, der findet

Bei der bildgebenden Diagnostik kann es vorkommen, dass unerwartet ein Befund jenseits des eigentlichen Anlasses auftaucht. Das sollte man den Patienten klarmachen – vorher. mehr »

Streit um "Strafgebühr" im Krankenhaus

KBV-Chef Gassen fordert für Patienten, die mit Bagatellerkrankungen in die Notfallambulanz der Kliniken kommen, eine Gebühr. Das hält die DKG für "schlicht falsch". Die Linke mutmaßt: "Notaufnahmen nur für Reiche"? mehr »

Das hilft bei "Fettleber"

Patienten mit nichtalkoholischer Fettleber können sich selbst helfen - indem sie gesünder leben. Forscher haben Biomarker ausfindig gemacht, die offenbar die Veränderung der Leberfibrose vorhersagen können. mehr »