Ärzte Zeitung, 14.02.2007

KOMMENTAR

Gefahr wohl nur für Allergiker

Von Thomas Müller

Feinstaub nicht nur an dicht befahrenen Straßen, sondern auch im Büro - man hat den Eindruck, niemand ist mehr sicher vor gefährlichen Mini-Partikeln. Doch sollte man zwischen beiden Belastungen gut differenzieren.

Feiner Tonerstaub aus Druckern dürfte höchstens ein Problem für Allergiker sein, schließlich waren die Büro-Konzentrationen in der Studie, die jetzt für Aufregung sorgte, meist weit unter den Feinstaub-Konzentrationen, wie es sie fast täglich in Innenstädten gibt. Um die Feinstaubbelastung im Büro zu senken, macht es je nach Standort mehr Sinn, das Fenster zu schließen, als den Drucker auszuschalten.

Natürlich kommt es auch auf die Zusammensetzung des Staubs an. Deshalb kann man vermuten, dass manche Menschen besonders allergisch auf Toner-Staubkomponenten reagieren. Aber selbst das ist bislang nicht eindeutig belegt.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund:
Feinstaub auch im Büro? Noch weiß niemand genau, ob Dreck aus Druckern den Atemwegen schadet

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

"Telemedizin ist für uns Landärzte die Zukunft"

Geringes Honorar, hoher Aufwand und auf bestimmte Diagnosen begrenzt – trotzdem setzen einige Ärzte auf die Videosprechstunde. Und das aus vielerlei Gründen. mehr »

Was 100-Jährige von anderen unterscheidet

100-Jährige sind oft weniger krank als die Jüngeren. Worauf es ankommt, haben Forscher anhand von Daten von AOK-Versicherten herausgefunden. mehr »

Lauterbach will Erstkontakte extra vergüten

"Erstkontakte sollen sich lohnen": Mit einem Sonderbudget für Erstkontakte bei Fachärzten will der SPD-Gesundheitspolitiker Professor Karl Lauterbach Ungerechtigkeiten bei der Terminvergabe beseitigen. mehr »