Ärzte Zeitung, 04.06.2007

Forscher entdecken neues Adipositas-Gen

LEIPZIG (eb). Eine Veränderung in einem Gen mit der Bezeichnung FTO steuert offenbar die Entwicklung von Übergewicht bei Kindern und Erwachsenen.

Das haben Forscher von der Universität Leipzig in Zusammenarbeit mit mehreren europäischen Arbeitsgruppen entdeckt. FTO steht für "fat mass and obesity associated". 22 Prozent des Risikos bei allgemein auftretendem Übergewicht ließen sich auf die Veränderungen im Fettmasse- und Übergewichts-assoziiertem Gen zurückführen, sagt Professor Wieland Kiess vom Interdisziplinären Zentrum für Klinische Forschung in Leipzig.

Das Team hatte die Daten von 2900 Übergewichtigen und 5100 Kontrollpersonen ausgewertet (Nat Genet 39, 2007, 724). Das FTO-Gen liegt auf dem Chromosomenabschnitt 16q12.2. "Übergewicht und Adipositas sind zur Hälfte genetisch bedingt, und für 22 Prozent davon ist dieses Gen zuständig", berichtete Kiess. Es könne ein Ansatzpunkt für neue Therapien bei Adipositas sein.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

"Natürliche Cholesterinsenker" bei Statin-Intoleranz?

Nahrungsergänzungsmittel als "natürliche Cholesterinsenker" sind umstritten. Bei Patienten mit Statinunverträglichkeit können sie aber hilfreich sein. Was empfehlen Experten? mehr »

Bei der Digitalisierung viel Luft nach oben

Die KBV hat nachgefragt, was sich in Sachen Digitalisierung in den Arztpraxen schon getan hat. Fazit: Manches ist schon umgesetzt. Wo sind noch ungenutzte Chancen? mehr »

Forscher entdecken Mikroplastik in menschlichen Stuhlproben

12.43Eine Pilotstudie hat winzige Plastikpartikel in menschlichen Stuhlproben gefunden – weltweit. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat unterdessen eine erste Stellungnahme abgegeben. mehr »