Kongress, 03.05.2011

Pharmakotherapie ausmisten bei morbid Adipösen!

WIESBADEN (hub). Wer einen BMI von 40 bis 45 hat, verringert damit seine Lebenserwartung um zehn Jahre.

"Das Risiko durch morbide Adipositas für die Lebenszeit entspricht dem durch Rauchen", sagte Professor Andreas Hamann aus Bad Nauheim. Diese Patienten dürften nicht noch weiter zunehmen.

Ein erster Schritt sei es, die Pharmakotherapie zu durchforsten undnach Arzneien zu suchen, die zur Gewichtszunahme führen. Hamann nannte hier zum Beispiel Betablocker, Trizyklika, Sulfonylharnstoffe, Glinide, Glitazone und Insulin.

Auch Pregabalin und Gabapentin begünstigen eine Gewichtszunahme. Bekommen Patienten mit diabetischer Neuropathie diese Arzneien, müssten sie darüber aufgeklärt werden, dass sie 3 bis 4 Kilo an Gewicht zulegen könnten, betonte Hamann.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Vom Chefarzt zum Hausarzt-Assistenten

Selten dürfte es sein, wenn nicht einmalig: Dr. Roger Kuhn hat seinen Chefarztposten im Krankenhaus aufgegeben, um in einer Hausarztpraxis zu arbeiten – als Assistent. mehr »

Keine Notdienstpflicht für ermächtigte Krankenhausärzte

Muss ein ermächtigter Klinikarzt auch KV-Notdienst leisten? Nein, hat das Bundessozialgericht jetzt entschieden. mehr »

Wenn die Depressions-App zweimal klingelt

Smartphone-Apps könnten helfen, eine beginnende Depression oder ein hohes Suizidrisiko aufzuspüren. Lernfähige Algorithmen könnten ein verändertes Nutzerverhalten erkennen – und notfalls Alarm schlagen. mehr »