Ärzte Zeitung, 09.11.2011

DGIM-Kongress 2012: Gene und Umwelt im Blickpunkt

Ständig mischen Gene und Umwelt mit

"Krankheit, Gene und Umwelt" ist das Rahmenthema des Internistenkongresses 2012. Es soll die Komplexität, wie Krankheiten entstehen beleuchten - und dabei neueste Forschugnsergebnisse berücksichtigen.

WIESBADEN (mal). Krankheit hat immer auch etwas mit Genen und Umwelt zu tun. Wie oft schreiben Betroffene ihre Krankheit nicht "der Umwelt" oder "den Genen" zu?

Professor Joachim Mössner aus Leipzig, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) und Präsident des Internistenkongresses 2012, erklärt sich als fasziniert von dem "bislang nur rudimentär verstandenen ,Zusammenspiel‘ zwischen Faktoren der Umwelt, zu denen auch der Lebensstil gehört, ererbter genetischer und vielleicht auch erworbener epigenetischer Veränderungen".

Warum stirbt eine Frau mit 60 Jahren an Brustkrebs und ihre eineiige Zwillingsschwester lebt noch mit fast 100 Jahren? Warum wird ein namhafter Politiker trotz Kettenrauchens bei Erhalt seines scharfen Intellekts über 90 Jahre alt?, stellt Mössner zur Diskussion.

DGIM-Kongress zwischen 14. und 17. April in Wiesbaden

Wohl auch inspiriert durch solche Kasuistiken hat Mössner das Thema "Krankheit, Gene und Umwelt" als Rahmenthema für den 118. Kongress der DGIM ausgewählt, der vom 14. bis zum 17. April 2012 in Wiesbaden stattfinden wird.

In dieses Rahmenthema sind fünf Hauptthemen eingebettet: Genetische Diagnostik, Adipositas, Herzinsuffizienz, Multimorbidität im Alter sowie Onkologie des Verdauungstraktes.

Einfluss von Interaktionen aus Genen und Umwelt berücksichtigen

"Das von mir gewählte Rahmenthema soll die Komplexität der Krankheitsentstehung unter Berücksichtigung neuester Forschungsergebnisse beleuchten", schreibt Mössner in seiner Einladung zum Kongress.

Dies bedeute, "dass wir für das Verständnis internistischer Krankheitsbilder den Einfluss von Interaktionen aus Genen und Umwelt berücksichtigen müssen."

Die praktische Bedeutung dieser Erkenntnisse, so Mössner, bestimme bereits schon das alltägliche Handeln in allen internistischen Schwerpunkten.

Wieder "Chances" für den Nachwuchs

Ein Ziel des Kongresses soll sein, dass Assistenzärzte und Fachärzte, sowohl in Niederlassung als auch in der Klinik, "etwas mit nach Hause nehmen".

Für den Internisten-Nachwuchs gibt es wieder "Chances", das Forum für Junge Mediziner. Geplante Symposien sind hier etwa "Fit für Nachtdienst & Notaufnahme" oder "Die vielen Facetten des Internisten".

www.dgim2012.de.

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