Direkt zum Inhaltsbereich

Akromegalie-Patienten auch durch Atemprobleme geplagt

ROTTACH-EGERN (sto). Zu den typischen Veränderungen bei einer Akromegalie gehören außer etwa großen Händen und Füßen sowie Diabetes mellitus auch eine vergrößerte Zunge und vermehrtes Schnarchen. Bei Patienten mit Akromegalie sollte deshalb eine Schlafuntersuchung gemacht werden.

Veröffentlicht:

Bei etwa der Hälfte der Patienten mit Akromegalie ergebe die Schlafuntersuchung, daß das Schnarchen eine Therapie erforderlich macht, so der Endokrinologe Privatdozent Dr. Burkhard Herrmann vom Uniklinikum Essen. Bei einer Fachpressekonferenz des Unternehmens Pfizer in Rottach-Egern sagte er, daß die Schwere einer schlafbezogenen Atemstörung vom Ausmaß des Zungenvolumens bestimmt werde. Dieses wiederum korreliere mit dem IGF-1-Spiegel (insulin-like growth factor).

   Der Einfluß der Therapie auf die Schlafapnoe wird jetzt geprüft.
   

In einer prospektiven Studie des Universitätsklinikums Essen werde deshalb derzeit der Einfluß des IGF-1-Spiegels auf das Schlafapnoe-Syndrom während einer Behandlung mit dem Wachstumshormon-Rezeptor-Antagonisten Pegvisomant (Somavert®) untersucht, berichtete Herrmann.

Durch eine Therapie mit dem Wirkstoff könne bei etwa 97 Prozent der Patienten der IGF-1-Wert wieder normalisiert werden, sagte Herrmann. IGF-1 wird durch einen Wachstumshormon-Überschuß in der Leber vermehrt gebildet. Derzeit sind in Deutschland etwa 200 Patienten auf Pegvisomant eingestellt. 139 von ihnen mit einem Durchschnittsalter von 48 Jahren nehmen an einer Anwendungsbeobachtung teil. Die Therapie werde gut vertragen.

Als weiterer Vorteil einer Behandlung mit Pegvisomant habe sich eine positive Wirkung auf den Glukosestoffwechsel gezeigt. In einigen Fällen konnte bei Patienten, die sich Insulin spritzen müssen, die Insulindosis reduziert oder die Substitutionstherapie beendet werden.

Bei etwa fünf Prozent der Patienten erhöhten sich die Leberwerte. Sie sollten deshalb im ersten halben Jahr der Therapie im Abstand von vier bis sechs Wochen kontrolliert werden, so Herrmann.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Welche Rolle spielt Zink?

© Tondone | AdobeStock

Immunsystem unterstützen:

Welche Rolle spielt Zink?

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Impf- und Zinkstatus im Blick

© Wörwag Pharma | KI-generiert

Bei Risikogruppen:

Impf- und Zinkstatus im Blick

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

© artemidovna | AdobeStock

Ernährungsfallen:

Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Abb. 1: AIO-KRK-0424/ass-Registerstudie: Leitlinienadhärenz

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5]

BRAFV600E-mutiertes mCRC nach systemischer Vortherapie

Registerstudie weist auf Defizite in der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen hin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pierre Fabre Pharma GmbH, Freiburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Mitgliederumfrage

GKV-Sparpläne: HNO-Ärzte wollen Sprechzeiten kürzen

Lesetipps
Person mit Bauchschmerzen, vor ihr ein Glas Wasser und Säureblocker

© DebbyMelindaYanti / Generated with AI / Stock.adobe.com

Deprescribing PPI

Protonenpumpenhemmer absetzen: Wie das am besten gelingt

Blick in ein Blutgefäß

© Superrider / Stock.adobe.com

Hypercholesterinämie

Lipidsenker klug kombinieren