Direkt zum Inhaltsbereich

Immer mehr Nichtraucher mit Lungenschäden

MÜNCHEN (wst). Wenngleich Rauchen der mit Abstand größte Risikofaktor für COPD und Lungenkrebs ist, müssen auch andere Ursachen ins Auge gefaßt werden. Denn sogar bei Nichtrauchern ist eine COPD-Zunahme zu verzeichnen, und bis zu 20 Prozent aller derzeit diagnostizierten Lungenkarzinome betreffen Patienten, die nie oder schon lange nicht mehr geraucht haben.

Veröffentlicht:

Dies hat der Pneumologe Professor Tobias Welte aus Hannover auf einem Pressegespräch von Astellas und Essex in München betont. Warum die beiden Lungenerkrankungen auch bei Nicht-Rauchern zunehmen, ist noch weitgehend ungeklärt.

Als plausible und wahrscheinliche Ursache kämen diverse Luftschadstoffe in Frage, besonders industrielle Feinstäube, so Welte. Allerdings werde die gegenwärtige Fokussierung der öffentlichen Feinstaubdebatte auf Dieselmotoren dem tatsächlichen Problem nicht gerecht.

Denn selbst an stark befahrenen Straßen sei die Konzentration bedenklicher Feinstäube in der Außenluft üblicherweise weitaus geringer als in geschlossenen Wohn- und Arbeitsräumen, in denen Menschen heute den Hauptteil ihrer Lebenszeit verbringen würden, betonte Welte. So seien etwa Staubsauger mit geringer Filterqualität, die Feinstaub vielmehr aufwirbeln als eliminieren, für die Gesundheit vermutlich riskanter als unzureichend partikelgefilterte Dieselmotoren.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Neudefinition mit praktischen Konsequenzen

COPD: Schon ab einer moderaten Exazerbation in Gruppe E!

Individueller Phänotyp

Therapie-Feintuning bei systemischer Sklerose

Schwere, unkontrollierte CRSwNP

Wirkansatz an epithelialen Alarminen

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: WAYPOINT-Studie: schnelle und signifikante Reduktion des SNOT-22-Scores über 52 Wochen

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [6]

Schwere, unkontrollierte CRSwNP

Wirkansatz an epithelialen Alarminen

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 1: Signalkaskade der kardiovaskulären Inflammation

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [9]

Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt

Therapie der kardiovaskulären Inflammation senkt das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APONTIS PHARMA Deutschland GmbH & Co. KG

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Tipps

Sommerhitze: Das ist wichtig bei älteren Patienten

Deutsche Gesellschaft für Nephrologie

Post-COVID-Syndrom: Blutwäsche in Studie ohne Nutzen für Betroffene?

Lesetipps
Es muss nicht immer die ganze Packung sein. Bei Abklingen der Symptome reicht oft eine kürzere Dauer der Antibiotikatherapie.

© umang / stock.adobe.com

Kürzer ist oft besser

Wann ein Antibiotikum früher abgesetzt werden kann

Frau mit Restless-Legs-Syndrom liegt im Bett und wackelt mit den Beinen.

© Andrey Popov / stock.adobe.com

Achtung vor RLS-Mimics

Restless-Legs-Syndrom: Mit 5 Kriterien zur Diagnose

Mehrere Menschen im Gespräch

© Jacob Lund / stock.adobe.com

Wohlbefinden stärken

Wie sich psychische Erkrankungen im Praxisteam vorbeugen lassen