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Therapie-Fortschritte bei Lungenhochdruck

WIESBADEN (cin). Bei Patienten mit unklarer Luftnot kann auch eine pulmonal-arterielle Hypertonie (PAH) der Grund sein. Daran zu denken ist wichtig: Denn mittlerweile lässt sich durch Diagnose-Verfahren wie Doppler-Echokardiografie die Erkrankung gut erkennen, und die Patienten können anschließend gezielt behandelt werden.

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Senkung des Lungendruckes, Dilatation der Gefäße in ventilierten Lungenarealen und Stopp des Gefäßumbaus in der Lunge gehören zu den Therapien, mit denen PAH-Patienten mit teils schwerster Luftnot geholfen werden kann. Darauf wurde bei einer Veranstaltung des Unternehmens Pfizer in Wiesbaden hingewiesen.

Ein wichtiges Ziel bei der Therapie ist es, den Hochdruck selektiv in der Lunge - möglichst ohne Beeinträchtigung des großen Kreislaufs - zu senken. Denn die Konstriktion der Lungengefäße ist der Grund für die Luftnot der Patienten. Eine Dilatation kann etwa mit inhalativ oder intravenös verabreichten Prostanoiden erreicht werden.

Ein weiterer Fortschritt gelingt mit einer Therapie, die nicht nur selektiv die Gefäße der Lunge dilatiert, sondern dort gezielt die belüfteten Areale erweitert. Denn: Ein verlangsamter Blutfluss in gut ventilierten Arealen erhöht den Sauerstoffpartialdruck weit stärker als bei der Dilatation in nicht ventilierten Bereichen. Eine überwiegende Dilatation in gut belüfteten Arealen ist mit dem PDE-5-Hemmer Sildenafil (Revatio®) möglich. Das Medikament kann zudem oral eingenommen werden, was ein zusätzlicher Vorteil für die Patienten ist.

Ein wichtiges Ziel der Behandlung ist zudem, Umbauvorgänge in den Lungen der PAH-Patienten zu stoppen und die Gefäßwanddicke zu reduzieren. Dafür stehen antiproliferativ wirkende Medikamente, etwa die Endothelin-Rezeptor-Antagonisten, zur Verfügung. Ersten experimentellen Daten zufolge besitzt auch Sildenafil solche antiproliferativen Effekte. Zudem könnten künftig auch Krebsmedikamente - etwa durch Auslösen von programmiertem Zelltod - bei der Behandlung von PAH-Patienten eine Bedeutung haben.

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