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Minimalinvasiv gegen das Glaukom

DÜSSELDORF (dpa). Mit einem neuen Verfahren operieren Chirurgen jetzt minimalinvasiv Patienten mit Glaukom. Die Bindehaut bleibt dabei unversehrt.

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Dr. Randolf Widder vom Düsseldorfer Martinus-Krankenhaus präsentiert das Trabektom (vergrößert im Hintergrund). © dpa

Dr. Randolf Widder vom Düsseldorfer Martinus-Krankenhaus präsentiert das Trabektom (vergrößert im Hintergrund). © dpa

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Bei der neuen Op-Variante kommt ein mikroskopisch kleines Gerät zum Einsatz: das Trabektom. Es sieht mit dem bloßen Auge aus wie eine Nadel, erst unter der Lupe wird sichtbar, dass es ein Messer, eine Elektrode, einen Absaug- und Infusionskanal enthält. Statt wie bei der bisherigen Standard-OP die Bindehaut großflächig aufzuschneiden, bleibt sie mit dem Trabektom völlig unversehrt. Der 1,7 mm kleine Schnitt geht durch die Hornhaut. Dabei wird eine Ableitung des Kammerwassers im Auge durch eine elektrochirurgische Abtragung des Gewebes, des Trabekelmaschenwerks, ermöglicht. Örtliche Betäubung reicht dazu aus.

"Die Methode ist deutlich weniger traumatisierend für das Auge. Die bisherigen Eingriffe sind komplikationsfrei und sehr ermutigend verlaufen", so Oberarzt Dr. Randolf Widder vom St. Martinus-Krankenhaus in Düsseldorf. Dort und an der Uni-Augenklinik in Freiburg wird die in den USA entwickelte Methode eingesetzt. "Mit etwas Routine dauert der Eingriff nur etwa zehn Minuten", sagt Widder. Die seit 40 Jahren erprobte Standard-Op durch die Bindehaut bleibt damit, sofern noch erforderlich, uneingeschränkt möglich.

Bei 2000 Eingriffen mit der neuen Methode in den USA wurde eine durchschnittliche Senkung des Augeninnendrucks um 30 Prozent erreicht, so Dr. Jens Jordan von der Uni-Augenklinik in Freiburg. Nach der Operation müssen viele der Patienten allerdings weiter Medikamente gegen den erhöhten Innendruck nehmen, wenn auch meist in reduzierter Dosis. Die Methode sei durchaus bei Patienten angezeigt, bei denen eine mäßige Senkung des Augeninnendrucks vonnöten ist. Bei sehr stark erhöhtem Druck sei die neue Methode nicht ausreichend. Widder schätzt, dass bei etwa der Hälfte aller Glaukom-Patienten eine Op mit dem Trabektom möglich ist.

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