Ärzte Zeitung, 03.03.2011

In Deutschland leben fast eine Million Glaukom-Kranke

NEU-ISENBURG (eb). Am Sonntag beginnt die Weltglaukomwoche, eine gemeinsame Initiative der World Glaucoma Association und der World Glaukoma Patient Association.

Nach WHO-Angaben sind weltweit etwa 4,5 Millionen Menschen durch ein Glaukom erblindet. In Deutschland haben Schätzungen zufolge 950.000 Menschen ein Glaukom, etwa 2000 Erkrankte pro Jahr erblinden.

Der Berufsverband der Augenärzte rät vor allem älteren Menschen, die Chancen der Früherkennung zu nutzen. Denn ab dem Alter von 40 Jahren steigt das Risiko einer Erkrankung. Auch Menschen, deren Eltern oder Geschwister am Glaukom erkrankt sind, haben ein erhöhtes Risiko, zudem Kurzsichtige.

Früherkennungsuntersuchungen, die keine Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung sind, empfehlen Augenärzte daher ab dem Alter von 40 Jahren in regelmäßigen Abständen; bei familiärer Vorbelastung oder Kurzsichtigkeit eventuell auch schon früher, wie der Berufsverband mitteilt.

Mit Augentropfen zur Senkung des Augeninnendrucks wird der Krankheitsprozess gestoppt. Weitere Optionen sind Lasertherapie und Op.

www.wgweek.net, www.glaukom.de

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

In Deutschland gibt es"weder Hölle noch Paradies"

Die Lebensumstände in Deutschland sind weitgehend gleichwertig - gemessen an 53 Indikatoren, die etwa Gesundheit, Arbeit und Freizeit berücksichtigen, so der "Deutschland-Report". mehr »

Wenn Welten aufeinandertreffen

Die urologische Versorgung in Ghana findet nur sehr eingeschränkt statt. Der Verein "Die Ärzte für Afrika" unterstützt sechs Kliniken vor Ort – eine Herzensangelegenheit. mehr »

Schlaganfall im Schlaf – Wann ist Thrombolyse möglich?

Liegt der Symptombeginn bei Schlagfall einige Stunden zurück, kommt eine Thrombolyse eigentlich nicht infrage. Forschern ist es nun gelungen, Patienten für die Therapie auszuwählen, auch ohne den Zeitpunkt des Insults zu kennen. mehr »