Ärzte Zeitung, 11.04.2016

Kognitive Defizite

Folgen der Pharmakotherapie?

Auf Arzneimittel als mögliche Auslöser - reversibler - kognitiver Defizite und von Delir, das immerhin bei 12 bis 50 Prozent älterer stationärer Patienten beobachtet werde, hat Professor Martin Wehling, Medizinische Fakultät Mannheim, Uni Heidelberg, hingewiesen.

Mehr vom DGIM-Kongress

Weitere Berichte vom Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin in Mannheim finden Sie hier: aerztezeitung.de/dgim2016

Die aufgrund zunehmender Multimorbidität im Alter häufiger werdende Polypharmazie sei ein gravierender Risikofaktor.

Die meisten delirogenen Substanzen seien auf Negativlisten (z. B. nach Beers) enthalten und könnten durch positiv bewertete Substanzen (z. B. gemäß der FORTA-Klassifikation) ersetzt werden.

Zusammen mit einer Behandlung anderer Ursachen wie der Dehydratation, von Infekten und Fieber sowie mit schonenden Op-Methoden sollte vor allem die Anwendung von Psychopharmaka als Hauptursache kognitiver Einschränkungen vermieden oder optimiert werden. (mal)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Parodontitis als Risikofaktor für Krebs?

Ist eine Zahnbettentzündung ein Risikofaktor für bestimmte Krebsarten? Innerhalb einer großen Gruppe Frauen in der Menopause haben Forscher deutliche Zusammenhänge gefunden. mehr »

Kinder suchtkranker Eltern brauchen mehr Beachtung

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, fordert eine bessere Versorgung und Betreuung der Kinder von Suchtkranken. Kinder von Suchtkranken sind diesmal Schwerpunkt des Drogenberichts. mehr »

Hilfe für die Seele gefordert

Eine Krebsdiagnose ist ein Schock. Die Psychoonkologie soll helfen. Aber die Unterstützung ist wenig bekannt und unterfinanziert. mehr »