Ärzte Zeitung, 30.10.2009

Kommentar

Suche nach dem "Einstiegsmodell"

Von Peter Overbeck

Welches "Einstiegsmodell" ist das beste für den Start einer Insulintherapie bei Typ-2-Diabetes? Auf diese im Praxisalltag relevante, bislang aber noch ungeklärte Frage sollte die 4T-Studie eine Antwort geben. Einen Sieger, der alle anderen Strategien klar in den Schatten stellt, hat die Studie nicht hervorgebracht.

Gleichwohl stützen ihre Ergebnisse das Konzept, mit der einfachsten und zugleich sichersten Einstiegsvariante zu beginnen. Und das ist eben die Kombination von oralen Antidiabetika - und hier speziell Metformin - mit einem langwirksamen Basalinsulin. Die Vorteile dieser Strategie werden in der 4T-Studie nicht etwa anhand von harten Endpunkten belegt. Und auch bei der Wirksamkeit in puncto HbA1c-Senkung kann von Überlegenheit keine Rede sein.

Für den Einstieg mit einem Basalinsulin spricht einzig und allein, dass diese Strategie noch relativ am besten die Anforderung erfüllt, eine einfache (wenig Injektionen), sichere (wenig Hypoglykämien) und mit einer möglichst minimalen Gewichtszunahme assoziierte Therapie zu sein. Alternative Insulinregime werden dadurch nicht zu Auslaufmodellen: Schließlich fordern die Leitlinien nachdrücklich eine auf individuelle Notwendigkeiten und Bedürfnisse des Patienten abgestimmte Insulintherapie.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund:
Insulintherapie bei Typ-2-Diabetes - neue Daten stützen Start mit einem Basalinsulin

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Aktionsplan soll Gesundheitskompetenz stärken

15:00Gesundheitsinfos sind in vielfältiger Form der Bevölkerung heute zugänglich. Doch mit der richtigen Einordnung und Umsetzung hapert es oft. Das soll sich ändern. mehr »

Hepatitisviren lauern auf Fingernägeln und Nagelscheren

HBV-Infizierte sollten ihre Nagelscheren nicht mit anderen teilen – offenbar besteht ein Infektionsrisiko. Auch bei Zahnbürsten und Rasierapparaten gilt Vorsicht. mehr »

Infarktgefahr durch schnellen Anstieg von Stickoxiden

Hohe Stickoxidkonzentrationen in der Umgebungsluft können unter anderem das Herzinfarktrisiko erhöhen. Aber auch ein schneller NO-Anstieg scheint gefährlich zu sein. mehr »