Ärzte Zeitung, 26.01.2010

ADA fordert Diagnose mit HbA1c

ADA fordert Diagnose mit HbA

ALEXANDRIA (Rö). Für den HbA1c-Wert zur Diabetes-Diagnose hat sich die American Diabetes Association in einem Statement stark gemacht. Ein HbA1c-Wert von 6,5 Prozent oder darüber genügten, die Diagnose eines Diabetes zu stellen. Die ADA möchte mit ihrer Empfehlung die Erkennung von Diabetes verbessern. Denn beim Kriterium des HbA1c-Wertes ist es nicht erforderlich, dass die Untersuchten nüchtern sind, wie dies bei der Nüchtern-Bestimmung der Plasma-Glukose oder beim oralen Glukose-Toleranztest erforderlich ist.

Das Nüchternheitsgebot ist der Grund, dass vielfach Tests unterbleiben, ist Dr. Sidney C. Smith von der Universität von North-Carolina in Chapel-Hill überzeugt, der als Kardiologe an Leitlinien mitgearbeitet hat, aber nicht an dem neuen ADA-Papier beteiligt war. Dass der HBA1c-Test etwas weniger sensitiv ist, sei in Kauf zu nehmen. Gemäß diesem Papier weise der HbA1c-Wertebereich zwischen 5,7 Prozent und 6,4 Prozent auf ein erhöhtes Risiko hin, Diabetes oder eine kardiovaskuläre Erkrankung zu bekommen.

In den Vereinigten Staaten wird dieser Bereich als Prädiabetes bezeichnet. Das ADA-Dokument "Standards of Medical Care in Diabetes - 2010" ist jetzt in "Diabetes Care" (2010, 33 (suppl1): S11-S61) veröffentlicht worden.

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