Ärzte Zeitung, 27.01.2011

Beängstigende Zahlen zu Diabetes aus den USA

ATLANTA (hub). Aktuelle Schätzungen der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) kommen auf 26 Millionen Diabetiker in den USA. Weitere knapp 80 Millionen hätten einen Prädiabetes, teilen die CDC mit. Bei ihnen sind die Blutzuckerwerte also erhöht, erreichen aber noch nicht die Schwelle zur Diabetes-Diagnose.

8,3 Prozent der US-amerikanischen Einwohner sind demnach von Diabetes mellitus betroffen. Gut jeder vierte mit einem Diabetes wisse nichts von der Erkrankung. Das sind immerhin sieben Millionen US-Bürger.

Bei knapp zwei Millionen Menschen wurde 2010 ein Diabetes neu diagnostiziert. Die Hälfte der Amerikaner über 65 Jahre habe einen Prädiabetes, gut ein Viertel einen manifesten Diabetes.

Diabetes stehe an siebter Stelle bei den Todesursachen, so die CDC weiter. Schließlich erhöhe Diabetes das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Hypertonie, Nierenversagen, Erblindung und Amputationen.

Die Erkrankung verursache jährliche Kosten von umgerechnet 127 Milliarden Euro, davon sind 85 Milliarden direkte medizinische Ausgaben.

Unterschiede in der Diabetes-Inzidenz gibt es zwischen den Bevölkerungsgruppen: 16 Prozent der US-Bürger indianischer Abstammung haben Diabetes, 13 Prozent der Farbigen, 12 Prozent der spanisch Stämmigen, 8 Prozent der aus Asien stammenden und 7 Prozent der Weißen.

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