Ärzte Zeitung, 08.11.2011

Mit Metformin weniger ovarielle Überstimulation

NEU-ISENBURG (eb). Nehmen Frauen mit einem polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) während einer ovariellen Gonadotropin-Stimulation zur In-vitro-Fertilisation (IvF) Metformin ein, können sie einer italienischen Studie zufolge ihr Risiko für eine ovarielle Überstimulation (OHSS) um 70 Prozent reduzieren.

An der randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie nahmen 120 Patientinnen mit einem PCOS teil.

Um festzustellen, ob durch Metformin das Risiko einer Überstimulation gesenkt werden kann, erhielten Probandinnen mit ovarieller Gonadotropinstimulation im Rahmen einer IvF Metformin (500 mg 3 x täglich) oder Placebo (Fertility and Sterility 2011; online 7. Oktober).

In der Metformin-Gruppe zeigten sich signifikant weniger ovarielle Überstimulationssyndrome (relatives Risiko 0,28, p = 0,003).

Entsprechend brachen die Frauen die Behandlung auch seltener ab als in der Placebogruppe. Für mittlere bis schwere OHSS sank das Risiko sogar um 80 Prozent.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Drastisch veränderte Mundflora bei Krebs

Beim Plattenepithelkarzinom der Mundhöhle ist die Zusammensetzung des oralen Keimwelt im Vergleich zu Gesunden drastisch verschoben. mehr »

Engagement, das Früchte trägt

Jungen Menschen fehlt es an Gespür für ehrenamtliches Engagement? Ein Vorurteil, wie sich bei der Springer Medizin Gala gezeigt hat. Deutlich wurde auch, dass Engagement für Hilfsbedürftige auch den Sinn für das Politische schärft. mehr »

So wird Insulin für Diabetiker produziert

Hinter den Toren des Industrieparks Höchst bieten sich faszinierende Einblicke in die Welt der Hochleistungs-Biotechnologie: Milliarden von E.coli-Bakterien produzieren hier das für Diabetiker überlebenswichtige Insulin. mehr »