Ärzte Zeitung, 07.04.2012

Retinopathie - Signal für kognitiven Leistungsabbau

SAN FRANCISCO (ob). Eine Retinopathie ist anscheinend auch ein Zeichen für eine Einschränkung der kognitiven Funktion.

Darauf deuten Ergebnisse einer Untersuchung bei 511 Frauen im Alter über 65 Jahre hin, die gleichzeitig in zwei epidemiologische Studien ((WHI Memory Study und WHI Sight Exam) eingebunden waren (Neurology 2012; online 14. März).

Ihre kognitive Leistungsfähigkeit ist über die Zeit mit einem Test (Mini Mental State Examination, 3MSE) geprüft worden. Eine Retinopathie, die bei 7,6 Prozent der Frauen auftrat, war mit einer signifikanten Verschlechterung des 3MSE-Scores assoziiert.

Retinopathie als Marker für mikrovaskuläre Schädigungen sei offenbar ein Risikofaktor für eine zerebrovaskuläre Erkrankung, die Auswirkungen auf die Kognition hat, so die Autoren.

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