Ärzte Zeitung, 23.04.2012

DDG kritisiert Verordnungsquoten für Arzneien

BERLIN (eb). Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) kritisiert die von Kassen und KVen festgelegten Verordnungsraten für Diabetes-Medikamente.

"Ärzte, die sich konsequent an den Vorgaben orientieren, müssen zwangsläufig Kontraindikationen missachten oder Unverträglichkeiten riskieren", betont die DDG in einer Mitteilung.

Hauptkritikpunkt sind gesundheitliche Risiken, die sich aus der starren Quotierung der Präparate ergeben.

Denn 15 bis 35 Prozent der Diabetespatienten vertragen nach Studiendaten weder Metformin noch Sulfonylharnstoffe, betont die DDG und weist darauf hin, dass Betroffene unter Magen-Darm-Nebenwirkungen (Metformin) leiden oder aufgrund einer eingeschränkten Nierenfunktion ein erhöhtes Risiko für schwere Unterzuckerungen (Sulfonylharnstoffe) haben.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alltags-Chemikalien schaden dem Sperma

In einer Studie an Spermien haben Forscher schädliche Effekte von Alltagschemikalien festgestellt. Problematisch: Die Einzelstoffe potenzieren ihre Wirkung gegenseitig. mehr »

Das läuft falsch bei der Diabetes-Vorsorge

Viele Versuche, Diabetes und Adipositas vorzubeugen, sind zum Scheitern verurteilt: Gesundheitstage an Schulen und eine Zuckersteuer gehören dazu. Diabetes-Experte Prof. Stephan Martin würde die Ressourcen anders verteilen. mehr »

Vorsicht vor E-Mail-Anhängen und Links!

Die meisten Cyber-Angriffe laufen über das elektronische Postfach - daher ist ein gesundes Misstrauen bei jeder E-Mail wichtig, betont Sven Weizenegger. Der Profi-Hacker gibt im Interview Tipps, worauf zu achten ist. mehr »