Diabetes

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Der Diabetespatient in der Notfallversorgung – Synopsis für den ambulanten Sektor, den Rettungsdienst und die Notaufnahme

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 08.05.2012

Bunte Vielfalt auf dem Teller senkt das Diabetesrisiko

Eine abwechslungsreiche Kost mit viel Obst und Gemüse verringert offenbar das Risiko für Typ-2-Diabetes. Vor allem auf Vielfalt kommt es an, betonen Forscher.

Bunte Vielfalt auf dem Teller senkt das Diabetesrisiko

Je bunter, desto gesünder: Täglich fünf Portionen Obst und Gemüse werden von der WHO empfohlen.

© Kristian Sekulic / istockphoto.com

CAMBRIDGE (St). Täglich fünf Portionen Obst und Gemüse, die zusammen mindestens 400 g wiegen, empfiehlt die WHO.

Wie sich die Menge und Variabilität der pflanzlichen Kost bei Menschen auf die Inzidenz von Typ-2-Diabetes auswirkt, haben britische Forscher in einer Fall-Kohorten-Studie analysiert (Diab Care 2012; online 3. April).

Dabei wurden 3.166 Probanden der EPIC-Norfolk-Studie ausgewählt. Von diesen entwickelten binnen elf Jahren 115 Studienteilnehmer Typ-2-Diabetes.

Alle Probanden hatten Menge und Art der Mahlzeiten in einem Ernährungstagebuch festgehalten. Zu Studienbeginn war zudem der Gesundheits- und Trainingszustand erfasst worden.

Abhängig von den verzehrten Portionen an Obst und Gemüse und von der Vielfalt des Speiseplans, wurden die Teilnehmer in mehrere Gruppen aufgeteilt.

Als wenig Obst und Gemüse galten dabei täglich im Mittel 2,1 Portionen, als mittelmäßig 3,7 und als viel 5,7 Portionen.

Als geringe Vielfalt wurden im Mittel pro Woche acht Sorten von Obst und Gemüse definiert, als mittelmäßig zwölf und als viel 16,3 Sorten.

Gut 53 Prozent der Teilnehmer schafften es, mehr als 3,5-mal täglich Obst und Gemüse zu essen und 40 Prozent erreichten eine Vielfalt von wöchentlich mehr als zwölf Sorten.

Eine besonders niedrige Diabetesrate ergab sich bei Verzehr von 3,5 bis sieben Portionen Obst und Gemüse am Tag und bei einer Vielfalt von mindestens zwölf Sorten pro Woche.

Experimentierfreude beim Essen wird belohnt

Bei Teilnehmern mit dem höchsten Obst- und Gemüseverzehr war die Diabetesrate im Vergleich zu Teilnehmern mit dem niedrigsten Verzehr um 21 Prozent geringer. Besonders niedrig war die Erkrankungsrate bei experimentierfreudigen Essern:

Je abwechslungsreicher die Mahlzeiten waren, desto geringer war das Diabetes-Risiko der Probanden. Hoher Gemüseverzehr war mit einer besonders niedrigen Diabetesrate verbunden, alleiniger Früchteverzehr jedoch nicht.

Fazit: Die Daten aus den verfügbaren Studien zum Diabetesrisiko bei hohem Obst- und Gemüseverzehr ergeben kein einheitliches Bild. Dies sei wahrscheinlich zum Teil damit zu erklären, dass bisher die Vielfalt der Kost kaum beachtet wurde, so die Forscher.

Sie vermuten einen antidiabetischen Effekt zum Beispiel durch die geringe Energiedichte und den hohen Faseranteil der pflanzlichen Kost. Auch bioaktive Substanzen, die in Obst und Gemüse in hoher Vielfalt vorkommen, könnten der Erkrankung vorbeugen.

Quelle: www.springermedizin.de

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Unterwegs mit dem ADAC-Ambulanzjet

Wer auf Auslandsreisen krank wird, der ist froh, wenn schnelle Hilfe naht. Besonders zügig geht das mit einem Ambulanzjet - etwa vom ADAC. mehr »

Ein Besuch auf der Messe "Medicare Taiwan"

Taiwans Medizintechnikunternehmen gelten als Powerhouse - und sie suchen den Schulterschluss mit internationalen Partnern. Die "Medicare Taiwan" ist DER Branchentreff – ein Fachmessebesuch in Taipeh. mehr »

Extra-Vergütung für offene Sprechstunden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll es auch dann geben, wenn Ärzte Termine über die Terminservicestellen annähmen.. mehr »