Diabetes

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Der Diabetespatient in der Notfallversorgung – Synopsis für den ambulanten Sektor, den Rettungsdienst und die Notaufnahme

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 12.03.2013

Rechtsanwalt betont

Verbeamtung bei Diabetes grundsätzlich möglich

Wer Beamter werden will, muss eine Gesundheitsprüfung bestehen. Diabetiker sollten dazu den Schwerbehindertenstatus erwerben.

MÜNSTER. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster hat am 21. Januar beschlossen, dass eine Verbeamtung eines Diabetes-Patienten aufgrund des hohen Risikos für Folgeschäden verweigert werden kann (AZ 6 A 246/12). Ein junger Lehrer in hatte in NRW die Übernahme in ein Beamtenverhältnis auf Probe beantragt.

Das Bundesland lehnte dies ab: Die für ein Beamtenverhältnis erforderliche gesundheitliche Eignung bringe er nicht mit. Gestützt wurde dies auf eine hohe Wahrscheinlichkeit von Folgekrankheiten.

Der Bewerber könne schon vor Erreichen der Altersgrenze dienstunfähig werden. Das Argument des Bewerbers, dass die Folgen bei weiter guter Blutzucker- und Blutdruckeinstellung sowie gesundem Lebensstil verringert werden können, wurde abgewiesen.

"Wir halten die Entscheidung des OVG für falsch", sagt der Rechtsanwalt Oliver Ebert in einer Mitteilung von diabetesDE.

Jurist rät: Vorab Schwerbehinderung feststellen lassen

Die OVG-Entscheidung beziehe sich aber nur auf solche Beamtenanwärter mit erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Diabetes, die sich nicht zugleich auf einen Schwerbehindertenstatus berufen können, so der Vorsitzende des Ausschusses Soziales der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG).

Für Menschen mit Diabetes, bei denen eine Schwerbehinderung festgestellt wurde, sei eine Verbeamtung eher unproblematisch, sofern ansonsten keine erheblichen Folgekrankheiten oder Beeinträchtigungen vorliegen.

"Um im Vorfeld einer Verbeamtung die hohe Hürde der Gesundheitsprognose zu meistern, ist es angesichts der Rechtsprechung ratsam, sich vorab um die Feststellung einer Schwerbehinderung zu bemühen", so der Jurist. (eb)

www.diabetes-und-recht.de

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Bekommen Kinder O-Beine durch Sport?

Zu O-Beinen neigen offenbar viele Kinder, die bestimmte Sportarten betreiben. Dabei wirkt die einseitige Druckbelastung im Knie als Wachstumsbremse, vermuten Forscher. mehr »

Neue Leitlinie zum Kopfschmerz durch Schmerzmittel-Übergebrauch

Schmerzmittel können vorbestehende Kopfschmerzen verstärken und chronifizieren - wenn man sie zu oft, zu lange oder zu hoch dosiert einnimmt. Eine neue Leitlinie zeigt auf, wie Ärzte solchen Patienten helfen können. mehr »

Nicht nur zu viel LDL-C ist schädlich

Atherosklerose entsteht offenbar nicht nur, wenn zu viel LDL-Cholesterin im Blut zirkuliert. Der Aufbau der Partikel scheint ebenfalls eine wichtige Rolle zu spielen – und hier lässt sich therapeutisch eingreifen, wie Wissenschaftler zeigen. mehr »