Ärzte Zeitung, 07.08.2014

Diabetes

BE-Checkliste hilft beim Eisgenuss

BERLIN. Für Diabetiker, die Eis essen wollen, gilt, dass eine kleine Kugel Eis, egal ob Schoko oder Frucht, etwa 1,5 BE enthält, meldet diabetes.DE. Eine große Kugel enthalte zirka 2 BE, wobei 1 BE 12 Gramm Kohlenhydraten entspricht.

"Wasser- und Fruchteis zum Beispiel sind besonders tückisch: Der dort enthaltene Zucker gelangt schneller ins Blut als jener in Milchspeiseeis", wird die Diabetes- und Ernährungsberaterin Dr. oek. troph. Astrid Tombek aus Bad Mergentheim zitiert.

Vorsicht sei auch bei Frozen Yoghurt geboten. Der Name lasse zwar auf eine kalorienarme Alternative schließen. In vielen Produkten stecke aber bis zu 20 Prozent Zucker.

Besser sei in diesem Fall die Selfmade-Variante: Magermilch-Joghurt mit frischen Früchten pürieren und anschließend einfrieren.Viele Eissorten sind ja wahre Kalorienbomben, die bei regelmäßigem Verzehr Fettpölsterchen hinterlassen und Übergewicht fördern, welches langfristig zu Diabetes Typ 2 führen kann.

"Anstatt dem schokoüberzogenem Milcheis mit 2,1 BE und 261 kcal ist ein fruchtiges Sorbet für diese Risikokandidaten die bessere Wahl", so Tombek. Denn es beinhaltet nur pro Kugel nur 1,5 BE und ein Drittel der kcal. (eb)

Eine Checkliste mit den beliebtesten Eissorten steht auf www.diabetesde.org

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Ärzte gehen auf Gegenkurs zu Schokoriegel und Cola

Pädiater sind alarmiert: Adipositas bei Kindern wird zunehmend zu einem sozialen Problem. Jetzt setzen sie ihre eigene Agenda und gehen auf Distanz zur Ernährungsindustrie. mehr »

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt ältere Menschen nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Dieses überraschende Ergebnis offenbart die ASPREE-Studie. mehr »

Doktor THC und Mister Cannabidiol

Cannabis steht im Verdacht, Psychosen durch den Wirkstoff THC auszulösen. Die Pflanze enthält aber auch antipsychotische Substanzen, die die Hirnfunktion in kritischen Bereichen normalisiert. mehr »