Diabetes

12 ausgewählte Kurse, 28 Punkte: In der Sommerakademie von Springer Medizin können Sie schnell und effizient CME-Punkte für Ihre hausärztliche Fortbildung sammeln. Zur Teilnahme benötigen Sie das Fortbildungspaket. Sie erhalten damit 60 Tage Zugriff auf die Sommerakademie zum Preis von nur 29 €: www.springermedizin.de/cme-sommerakademie-teilnehmen
Modul: Ernährung bei Diabetes mellitus Typ 2

Ärzte Zeitung online, 09.07.2019

Prävention

Mit Intervallfasten gegen Diabetes

Intervallfasten führte bei übergewichtigen Mäusen zu weniger Fettablagerungen im Pankreas. Das könnte eine Option zur Prävention von Diabetes sein.

128a0607_8441182-A.jpg

Was gegessen wird – dafür gibt es im Intervallfasten keine Vorschriften. Es könnte aber bei Diabetes nützlich sein.

© sewcream / stock.adobe.com

POTSDAM-REHBRÜCKE. Intervallfasten verbessert die Insulinsensitivität und beugt einer Fettleber vor. Forscher des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) haben nun im Tiermodell gezeigt, dass damit auch Fettablagerungen im Pankreas schrumpfen (Metabolism 2019; online 17. Mai). Dies könnte ein weiterer Hinweis auf eine präventive Wirkung von Intervallfasten vor Typ-2-Diabetes sein.

Das DIfE-Team um die Professoren Annette Schürmann und Tim J. Schulz hat belegt, dass übergewichtige Mäuse, die anfällig für Diabetes mellitus sind, eine hohe Ansammlung von Fettzellen im Pankreas haben. Übergewichtige Mäuse hingegen, die durch ihr Erbgut gegen Diabetes gefeit sind, haben kaum Fett im Pankreas, dafür aber in der Leber.

„Fettansammlungen außerhalb von Fettgewebe, etwa in Leber, Muskeln oder Knochen, wirken sich negativ auf die Organe und den gesamten Körper aus. Welchen Einfluss Fettzellen in der Bauchspeicheldrüse haben, war bisher nicht klar“, betont Schürmann in einer DIfE-Mitteilung.

Wie sah das Studiendesign aus?

In den Versuchen wurden die diabetes-anfälligen Tiere in zwei Gruppen geteilt: Eine Gruppe durfte ad libitum fressen. Die zweite Gruppe bekam abwechselnd einen Tag unbegrenzt Futter und einen Tag nichts. Ergebnis: In Gruppe eins reicherten sich viele Fettzellen im Pankreas an, in der zweiten Gruppe hingegen nur wenige.

Die Forscher haben dann Fett-Vorläuferzellen aus dem Pankreas von Mäusen isoliert und zu Fettzellen ausreifen lassen. Wurden die reifen Zellen anschließend zusammen mit Langerhans-Inseln der Bauchspeicheldrüse kultiviert, setzten die Beta-Zellen der „Inseln“ verstärkt Insulin frei.

„Wir vermuten, dass durch die erhöhte Insulinfreisetzung die Langerhans-Inseln von diabetesanfälligen Tieren schneller erschöpfen und nach einiger Zeit ihre Funktion ganz einstellen. Auf diese Weise könnte Fett in der Bauchspeicheldrüse zur Entstehung des Typ-2-Diabetes beitragen“, so Schürmann. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alles auf Anfang bei der Alzheimerentstehung!

Beta-Amyloid ist wohl doch ein entscheidender Faktor für Alzheimer. Neue Forschungen stützen diese These. Im Zentrum stehen dabei zelluläre Prozesse und Apolipoprotein E (ApoE). mehr »

Bessere Versorgung mit weniger Kliniken

Fast jedes zweite Krankenhaus in Deutschland sollte geschlossen werden, um die Versorgung zu verbessern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Bertelsmann-Studie. mehr »

Spahn trennt Medizinische Dienste vom Kassensystem ab

Morgen berät das Bundeskabinett über das MDK-Reformgesetz von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Neuer Streit ist programmiert. mehr »