Ärzte Zeitung, 23.05.2005

Neigung zur Glatze wird über Mütter vererbt

BONN (ddp.vwd). Wissenschaftler der Universitäten Bonn und Düsseldorf haben festgestellt, daß Androgene ein entscheidender Faktor beim Haarausfall von Männern zu sein scheinen.

Demnach können Veränderungen in der genetischen Bauanleitung des Androgen-Rezeptors eine frühe Glatzenbildung zur Folge haben. Da das beteiligte Gen auf dem X-Chromosom liegt, erben Männer den Defekt von ihrer Mutter.

Nach Angaben der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn sehen die Forscher darin einen Beleg für die verbreitete Annahme, daß Männer in punkto Haarausfall eher nach ihrem Großvater mütterlicherseits als nach ihrem Vater schlagen.

Über mehrere Jahre hatten die Forscher bundesweit Gene von Familienmitgliedern untersucht, in denen gleich mehrere Männer von Haarausfall betroffen sind.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Herpes-Viren unter Alzheimerverdacht

Die Virus-Hypothese erhält neue Nahrung: Herpesviren könnten mit einer Alzheimererkrankung zusammenhängen. Eine Reaktivierung der Viren könnte die Krankheit befeuern. mehr »

Das alles muss das Verarbeitungsverzeichnis enthalten

Zur Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung müssen Arztpraxen ein "Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten" anlegen. Was darin alles aufgeführt werden muss, fassen zwei Medizinrechtler zusammen. mehr »

Übermüdete Teens oft adipös und hyperton

Sowohl zu kurzer als auch schlechter Schlaf erhöht bei Jugendlichen das kardiometabolische Risiko. In der bisher größten Studie zum Thema wirkten sich entsprechende Defizite negativ auf Taillenumfang, Blutdruck und Lipide aus. mehr »