Ärzte Zeitung, 12.08.2011

Urtikaria: Omalizumab befreit von Symptomen

BERLIN (otc). Der Anti-IgE-Antikörper Omalizumab ist auch bei Patienten mit chronischer spontaner Urtikaria (Nesselsucht) wirksam. Das berichten jetzt Forscher des Allergie-Centrums der Charité in Berlin.

Die Wissenschaftler prüften den -bisher bei therapierefraktärem allergischem Asthma eingesetzten - Anti-IgE-Antikörper in einer Studie mit 49 Urtikaria-Patienten: 27 Patienten erhielten Omalizumab (75 - 375 mg) und 22 Placebo (J Allergy Clin Immunol 2011; 128(1): 202).

Voraussetzung für die Studienteilnahme waren das durchgängige Auftreten von Symptomen wie Quaddeln und Juckreiz, auch während der Therapie mit Antihistaminika, sowie das Vorhandensein von IgE gegen Thyreoperoxisase (TPO), ein körpereigenes Eiweiß.

Es zeigt sich, dass nach einer Therapiedauer von 24 Wochen 19 (70 Prozent) der mit Omalizumab behandelten Patienten keinerlei Symptome mehr hatten. In der Placebo-Gruppe war dies bei einem Patienten (4,5 Prozent) der Fall.

Bei Urtikaria produziert der Körper IgE-Antikörper gegen sich selbst, die über Entzündungsmediatoren juckende Quaddeln verursachen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alltags-Chemikalien schaden dem Sperma

In einer Studie an Spermien haben Forscher schädliche Effekte von Alltagschemikalien festgestellt. Problematisch: Die Einzelstoffe potenzieren ihre Wirkung gegenseitig. mehr »

Nervenärzte schlagen Alarm

Der Spitzenverband ZNS ist besorgt: Die Versorgung von Demenz-, Parkinson- und Schlaganfallpatienten gerate in Gefahr, warnen die Nervenärzte. mehr »

Das läuft falsch bei der Diabetes-Vorsorge

Viele Versuche, Diabetes und Adipositas vorzubeugen, sind zum Scheitern verurteilt: Gesundheitstage an Schulen und eine Zuckersteuer gehören dazu. Diabetes-Experte Prof. Stephan Martin würde die Ressourcen anders verteilen. mehr »