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Was bei den Herzmitteln beachtet werden muß

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Herzpatienten nehmen oft mehrere Medikamente gleichzeitig. Lagerung und Transport der üblichen Herzmedikamente sind auch in heißen Gegenden meist kein Problem. Ärzte sollten ihren Patienten jedoch einige Hinweise mit auf den Weg geben und manche Parameter vor der Reise kontrollieren:

  • Digitoxin: Vor der Reise sollte der Digitoxin-Spiegel kontrolliert werden. Der Patient sollte darauf aufmerksam gemacht werden, daß Antazida und Kohle-Tabletten die Resorption um bis zu 50 Prozent mindern können.
  • Schleifendiuretika: Die Elektrolyte sollten kontrolliert werden. Denn durch Verlust von Kalium und Magnesium entsteht eine erhöhte Digitalistoxizität.
  • ACE-Hemmer: Bei Erbrechen und Durchfällen besteht eine erhöhte Kollapsgefahr durch verstärkten Blutdruckabfall (Salz und Wasserverlust).
  • Nitrate: Auch hier besteht bei Erbrechen und Durchfall erhöhte Kollapsgefahr. Beim Flug kann die Wirkung schneller als gewöhnlich einsetzen, eine schnelle Zweitapplikation sollte deshalb vermieden werden.
  • Betablocker: Bei KHK-Patienten kann eine abrupte Unterbrechung der Therapie zu schweren pektanginösen Beschwerden führen. Der Patient sollte für den Flug durch mehrere Zeitzonen genaue Anweisungen für die Tabletteneinnahme erhalten.
  • Cumarinderivate: Acetylsalicylsäure und Indometacin können die Wirkung verstärken. Wirkungsabweichungen kann es auch bei gastrointestinalen Erkrankungen geben oder wenn Barbiturate eingenommen werden. Der Patient sollte seinen Quick-Wert selbst bestimmen können. Außerdem sollte er in der Lage sein, die Cumarin-Dosierung selbst zu steuern. Antidota oder die entsprechenden Gerinnungsfaktor-Präparate müssen im Handgepäck griffbereit sein.
  • Kalzium-Antagonisten: Nichtretardierte Präparate sollten im Flugzeug nicht eingenommen werden, da die Blutdrucksenkung verstärkt sein kann.
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