Kardiologie

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Akute und chronische Herzinsuffizienz

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 18.07.2005

Knöchel-Arm-Index ist Marker für Nierenschaden

Der Index ist bereits als Indikator für ein erhöhtes Herz- und Hirninfarkt-Risiko bekannt

SAN FRANCISCO (Rö). Ein verminderter Knöchel-Arm-Index (ABI) - das Verhältnis der Blutdruck-Werte am Knöchel und am Arm - ist nicht nur ein Indikator für ein erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu bekommen. Ein erniedrigter ABI ist auch ein Signal, daß ein Mensch für eine Niereninsuffizienz besonders gefährdet ist.

Für den Knöchel-Arm-Index wird der Blutdruck am Knöchel mit einem Doppler bestimmt. Der Wert wird durch den am Arm gemessenen Wert geteilt. Foto: Diehm

Das belegen neue Resultate aus der Atherosclerosis Risk in Communities (ARIC) Study, die Dr. Ann M. O’Hare und ihre Kollegen jetzt veröffentlicht haben (Arch Intern Med 165, 2005, 1481). Die Wissenschaftler forschen am Veterans Affairs Medical Center in San Francisco im US-Staat Kalifornien.

O’Hare hat den Zusammenhang zwischen dem ABI und Veränderungen im Serum-Kreatinin-Spiegel über drei Jahre bei 13 655 Teilnehmern der ARIC-Studie untersucht. Studienkriterium war in diesem Fall ein 50prozentiger Anstieg des Serumkreatinins vom Beginn der Studie bis zur zweiten Untersuchung nach drei Jahren.

Von den Studienteilnehmern mit einem ABI von 1 und höher, der nicht auf eine Gefäßerkrankung schließen läßt, erreichten 0,5 Prozent das Kriterium. Bei einem grenzwertigen ABI-Wert zwischen 0,99 und 0,9 waren es 0,9 Prozent der Studienteilnehmer. Und bei einem ABI von unter 0,9, der auf Gefäßschäden hindeutet, waren es 2,2 Prozent.

Bei der Analyse zeigte sich, daß für Studienteilnehmer mit einem ABI unter 0,9 die Wahrscheinlichkeit zweieinhalbfach erhöht war, daß sich die Serum-Kreatinin-Spiegel um 50 Prozent erhöhten.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Bekommen Kinder O-Beine durch Sport?

Zu O-Beinen neigen offenbar viele Kinder, die bestimmte Sportarten betreiben. Dabei wirkt die einseitige Druckbelastung im Knie als Wachstumsbremse, vermuten Forscher. mehr »

Strategie zur Künstlichen Intelligenz gefasst

Die Bundesregierung will Deutschland fit für die Künstliche Intelligenz machen. Dazu hat das Kabinett jetzt Eckpunkte einer Strategie beschlossen. Gesundheit ist ein zentrales Thema. mehr »

Oft wird gechattet mit dem Arzt

Das bundesweit beachtete Telemedizin-Modellprojekt DocDirekt in Baden-Württemberg kommt gut an, berichtet die KV. Besonders Männer nutzten das Angebot zur Fernbehandlung bisher. mehr »