Ärzte Zeitung, 14.05.2012

Neuer Ansatz zur Regeneration von Herzgewebe

DURHAM (ob). US-Forschern an der Duke University in Durham ist nach eigenen Angaben erstmals der Nachweis gelungen, dass sich kardiales Narbengewebe wieder in Kardiomyozyten umwandeln lässt - und zwar durch Injektion von sogenannten MicroRNA-Molekülen in das Herz.

Sie bewirken durch Stimulation bestimmter Gene eine Reprogrammierung der Zellen in Richtung Kardiomyozyt. Allerdings konnte diese Umwandlung in einer "Proof-of-Concept"-Studie bisher nur tierexperimentell bei Mäusen gezeigt werden (Circ Res 2012; online 26. April).

Es handle sich um einen ganz neuen Ansatz zur Regeneration von Gewebe, der im Vergleich zur Therapie mit Stammzellen potenzielle Vorteile habe, so die Forscher. Was am Herzen funktioniere, könne womöglich auch im Hirn- oder Nierengewebe klappen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von-Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »

Demenz oder Depressionen?

Benennen ältere Patienten von sich aus kognitive Defizite, sollten Ärzte hellhörig werden: Häufig liegt dann keine Demenz, sondern eine Depression vor. mehr »