Kardiologie

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Diabetes und Herzinsuffizienz – Update 2017

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie

Thrombose/Schlaganfall

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Thromboembolische Ereignisse bei Adipositas – Leitsymptome schwerer erkennbar

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung online, 11.11.2013

Herz-Kreislauf-Risiko

USA wollen künstliche Transfette verbieten

Künstliche Transfette könnten schon bald aus den Lebensmitteln in den USA verschwinden. Sie gelten als ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die US-Gesundheitsbehörden leiteten jetzt einen entscheidenden Schritt zum Schutz der Verbraucher ein.

WASHINGTON. Die US-Gesundheitsbehörden wollen ein landesweites Verbot von künstlichen Transfetten auf den Weg bringen. Die Substanzen gelten als schädlich fürs Herz. Sie könnten "im Allgemeinen nicht als sicher eingestuft werden", teilte die Behörde für Lebensmittelaufsicht FDA (Food and Drug Administration) mit.

Diese Einschätzung sei ein wichtiger Schritt, um die Bürger vor den möglichen Gefahren von Transfetten zu schützen, sagte FDA-Chefin Margaret Hamburg am Donnerstag.

Trans-Fettsäuren - häufig nur Transfette genannt - sind ungesättigte Fettsäuren. Sie entstehen unter anderem bei der industriellen Härtung von Ölen zur Herstellung von Margarine, Back- und Streichfetten, aber auch beim Erhitzen und Braten von Ölen.

Viele Lebensmittel wie Backwaren, Fast-Food-Produkte, frittierte Speisen und Brotaufstriche können künstliche Transfette enthalten. Sie sind preiswerter als andere Fettarten und länger haltbar.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, nicht mehr als ein Prozent der Nahrungsenergie in Form von Transfettsäuren aufzunehmen. Dies gelinge etwa 90 Prozent der Bevölkerung in Deutschland, sagte Pressesprecherin Antje Gahl auf Anfrage in Bonn.

Transfette kämen beispielsweise in Pommes, einigen Backwaren und teilweise auch in Fertigprodukten vor. Margarine sei dagegen in Deutschland keine Hauptquelle mehr; hier hätten die Lebensmittelkonzerne reagiert und die Herstellung verändert.

Die US-Behörde nannte wissenschaftliche Erkenntnisse als Begründung für ihre vorläufige Einschätzung. Der Verzehr dieser Substanzen erhöht den Anteil an LDL-Cholesterin im Blut.

Der Konsum von Transfetten sei zwar in den vergangenen zwei Jahrzehnten in den USA gesunken, so die FDA, doch: "Der derzeitige Verzehr bleibt ein bedeutendes Problem für die öffentliche Gesundheit."

Industrievertreter und Konsumenten können nun 60 Tage lang ihre Meinung abgeben. Die Behörde prüft, wie rasch Lebensmittelhersteller Transfette aus ihren Produkten entfernen können.

Einzelne US-Staaten wie etwa Kalifornien und Städte wie New York haben künstliche Transfette bereits verboten. Seit 2006 muss in den USA der Anteil an Transfetten in Lebensmitten auf der Verpackung ausgewiesen werden. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Was schützt wirklich vor der prallen Sonne?

Auch beim Sonnenschutz setzen immer mehr Menschen auf Naturprodukte. Forscher haben die Schutzwirkung von Samen und Ölen untersucht - mit zwiegespaltenem Ergebnis. mehr »

"Abwarten und Teetrinken geht nicht mehr"

Unser London-Korrespondent Arndt Striegler beobachtet die Brexit-Verhandlungen hautnah - und ist verwundert über die May-Regierung, während die Ärzte immer mehr in Panik verfallen. mehr »

Pflege bleibt Problembereich

Der Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen ist 2016 drastisch zurückgegangen. Die erweiterten Kontrolloptionen der Leistungsträger müssen aber erst noch Wirkung zeigen. mehr »