Ärzte Zeitung online, 04.12.2013

Biotest

Nicht-immunogener Faktor VIII in der Entwicklung

DREIEICH. Biotest ist mit dem US-amerikanischen Start-up EpiVax eine Kooperation zur Entwicklung eines nicht-immunogenen Hämophilie-A-Präparates eingegangen.

Mit Hilfe der so genannten "Tegitrope-Technologie" von EpiVax soll der Gerinnungsfaktor VIII so verändert werden, dass das Immunsystem eines Patienten keine hemmenden Antikörper mehr dagegen bilden kann. Dies ist eine der schwersten Nebenwirkungen bei der Behandlung der Bluterkrankheit.

Aktuell befinde sich das Projekt in der präklinischen Entwicklungsphase. Finanzielle Details der Vereinbarung wurden ebensowenig bekannt gegeben wie die Aufgabenverteilung oder ein Zeithorizont bis zur Marktreife.

Tegitrope, heißt es erläuternd in einer Mitteilung von Biotest, sind lineare Aminosäuresequenzen, die in der Grundstruktur des Immunglobulins G enthalten sind. Sie würden sich vermutlich auch dazu eignen, die Toleranz des Organismus' gegenüber anderen biologischen Präparaten wie etwa Toxinen oder monoklonalen Antikörpern zu erhöhen. (cw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

"Manche Wortwahl irritiert mich sehr"

Gesundheitsminister Spahn wird wegen des TSVG von Ärzten kritisiert. Im Interview mit der "Ärzte Zeitung" betont er: Es wird mit Falschinformationen Stimmung gemacht. mehr »

Galenus-Gala 2018 – Das sind die Gewinner

Was zeichnet innovative Arzneimittelforschung aus? Vier Medikamente und eine Forschergruppe erhalten den Galenus-von-Pergamon-Preis 2018. Für beispielhaftes soziales Engagement wurde zudem der CharityAward verliehen. mehr »

Stammzelltherapie stoppt aggressive MS

Je früher, desto wirksamer – auch bei der autologen Stammzelltransplantation: Die Aktivität der Multiplen Sklerose lässt sich wohl komplett unterbinden, wenn die Methode als First-line-Therapie eingesetzt wird. mehr »