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Auch ohne Apnoen:

Vorhofflimmern durch gestörten Schlaf

Eine schlechte Schlafqualität ist auch ohne manifeste Schlafapnoe ein Risikofaktor für Vorhofflimmern. Darauf deuten mehrere Studien hin.

Veröffentlicht:

NEW ORLEANS. Wer schlecht schläft, erhöht sein Risiko für eine Reihe von kardiovaskulären Krankheiten, etwa Bluthochdruck oder Adipositas. Nun kommen noch Vorhofflimmern und Schlaganfall hinzu. Wer dem vorbeugen möchte, sollte seine Schlafhygiene verbessern. Ausreichend körperliche Aktivität am Tage, Vermeidung von zu hohem Koffeinkonsum sowie die Pflege einer abendlichen Routine sind gute Strategien auf diesem Weg.

Wissenschaftler der Universität von Kalifornien in San Francisco hatten auf drei Datenquellen zurückgegriffen, in denen der Zusammenhang zwischen schlechtem Schlaf und der Entwicklung von Vorhofflimmern untersucht worden war. Dies waren die Health eHeart Study mit 4600 Personen, die Cardiovascular Health Study, die 5700 Patienten über elf Jahre studierte, sowie das California Healthcare Cost and Utilization Project, bei dem 14 Millionen Patienten über fünf Jahre erfasst worden waren.

Die drei Studien, die beim AHA-Kongress in New Orleans präsentiert wurden, kamen zu ähnlichen Schlussfolgerungen. Die eine fand eine unabhängige Assoziation zwischen Schlafunterbrechungen und Vorhofflimmern, die zweite beschrieb eine 26-prozentige Risikoerhöhung für die Rhythmusstörung bei häufigem nächtlichem Aufwachen, und die dritte ergab eine 29-prozentige Risikoerhöhung bei Insomnie-Patienten.

Als Ursachen werden zwei Mechanismen diskutiert: Zum einen verminderte Phasen des REM-Schlafes, was zu einer negativen Beeinflussung des autonomen Nervensystems führen könnte. Zum anderen erhöhter Stress, der beim schlechten Einschlafen und gestörtem Durchschlafen entsteht. (DE)

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