Ärzte Zeitung online, 10.07.2017

Bioresorbierbare Stents

Ein Konzept mit Tücken

Das Konzept der bioresorbierbaren Koronarstents oder Scaffolds fand zunächst großen Anklang. Die Vorstellung, dass Koronargefäße nach Selbstauflösung der implantierten Scaffolds quasi wieder in einen nativen Zustand zurückversetzt würden, überzeugte intuitiv.

Doch mittlerweile ist die Begeisterung über die neue Option abgekühlt. Für Beunruhigung sorgte vor allem die Beobachtung einer erhöhten Inzidenz von Scaffold/Stent-Thrombosen, die auch noch sehr spät nach der Implantation auftraten und mit einer Zunahme von Herzinfarkten verbunden waren.

Aufgeben will man das Konzept deshalb aber nicht. Derzeit wird nach Möglichkeiten gesucht, die gegenwärtigen Probleme, die viele Experten als überwindbare "Kinderkrankheiten" einer innovativen Stent-Technik ansehen, aus der Welt zu schaffen.

Dabei wird auch auf die Entwicklung technisch verbesserter Scaffolds gesetzt. In einer Sitzung beim Kongress EuroPCR im Mai 2017 in Paris sind nicht weniger als sieben neue bioresorbierbare Stents der zweiten Generation vorgestellt worden. (ob)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Quereinstieg zum Hausarzt – reicht ein Jahr Weiterbildung?

Der Deutsche Hausärzteverband warnt vor einer Verwässerung der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner. Ein Jahr Weiterbildung reiche nicht für Umsteiger aus der Klinik. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »