Bioresorbierbare Stents

Ein Konzept mit Tücken

Veröffentlicht:

Das Konzept der bioresorbierbaren Koronarstents oder Scaffolds fand zunächst großen Anklang. Die Vorstellung, dass Koronargefäße nach Selbstauflösung der implantierten Scaffolds quasi wieder in einen nativen Zustand zurückversetzt würden, überzeugte intuitiv.

Doch mittlerweile ist die Begeisterung über die neue Option abgekühlt. Für Beunruhigung sorgte vor allem die Beobachtung einer erhöhten Inzidenz von Scaffold/Stent-Thrombosen, die auch noch sehr spät nach der Implantation auftraten und mit einer Zunahme von Herzinfarkten verbunden waren.

Aufgeben will man das Konzept deshalb aber nicht. Derzeit wird nach Möglichkeiten gesucht, die gegenwärtigen Probleme, die viele Experten als überwindbare "Kinderkrankheiten" einer innovativen Stent-Technik ansehen, aus der Welt zu schaffen.

Dabei wird auch auf die Entwicklung technisch verbesserter Scaffolds gesetzt. In einer Sitzung beim Kongress EuroPCR im Mai 2017 in Paris sind nicht weniger als sieben neue bioresorbierbare Stents der zweiten Generation vorgestellt worden. (ob)

Mehr zum Thema

Xenotransplantation

Nach Schweineherz-Op: „Wir blicken gespannt nach Baltimore“

Metaanalyse

Bei Psoriasis auch vermehrt venöse Thromboembolien

Nicht aufregen!

Starke Emotionen können Schlaganfall triggern

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Ein Mann geht auf der Theresienwiese an einem Plakat der Aufschrift "Impfen" vorbei.

© Sven Hoppe/dpa

Einrichtungsbezogene Impfpflicht

Länder attackieren Impfpflicht im Gesundheitswesen

Die Prognose von intensivpflichtigen COVID-Patienten mit neurologischen Komplikationen ist ungünstig.

© patrikslezak / stock.adobe.com

PANDEMIC-Studie

Neurologische Komplikationen häufig Grund für COVID-Tod