Kardiologie

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Akute und chronische Herzinsuffizienz

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 15.09.2014

Risiko erhöht

Bluthochdruck häufiger bei dicken Jugendlichen

Übergewichtige oder fettleibige Kinder und Jugendliche haben häufiger Bluthochdruck als Gleichaltrige mit normalem Gewicht.

BARCELONA. Zu viele Pfunde erhöhen den Blutdruck - auch schon in jungen Jahren. Das geht aus Studienergebnissen hervor, die Professor Peter Schwandt aus München beim ESC-Kongress in Barcelona vorgestellt hat.

Ausgewertet wurden Daten von 22.051 jungen Menschen (Alter: drei bis 18 Jahre) im Prevention Education Program (PEP) der Family Heart Study, einer Nürnberger Beobachtungsstudie aus den Jahren 1994 bis 2008. Im Fokus stand der Zusammenhang von Körperfettverteilung und Hypertonie.

Bei allen Teilnehmern wurden Blutdruck, Body Mass Index (BMI), Taillenumfang, Verhältnis von Taillenumfang zu Körpergröße und prozentualer Körperfettgehalt (BF) gemessen. Die Werte seien einfach und kostengünstig zu ermitteln, müssten aber alters- und geschlechtsspezifisch ausgewertet werden, so Schwandt.

Gegenüber normalgewichtigen Kindern und Jugendlichen im gleichen Alter hatten Altersgenossen mit erhöhtem BMI ein signifikant höheres Prä-Hypertonie-Risiko: Bei Jungen und Mädchen mit Übergewicht um den Faktor 1,6 bzw. 1,8 und bei adipösen Jungen und Mädchen um den Faktor 2,4 bzw. 3,3.

Noch stärker war ein ungünstiges Fettverteilungsmuster mit dem Risiko für Bluthochdruck assoziiert, dabei ergab sich für adipöse männliche Kinder und Jugendliche eine 4,3- und für adipöse weibliche Kinder und Jugendliche eine 5,9-fache Erhöhung des Risikos. (UFO)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

"Telemedizin ist für uns Landärzte die Zukunft"

Geringes Honorar, hoher Aufwand und auf bestimmte Diagnosen begrenzt – trotzdem setzen einige Ärzte auf die Videosprechstunde. Und das aus vielerlei Gründen. mehr »

Kein Darmkrebs-Screening ab 45 Jahren

Der GBA lehnt die Senkung der Altersgrenzen beim Darmkrebs-Screening ab. Dagegen soll das organisierte Einladungsverfahren zur Früherkennung ab Juli 2019 starten. mehr »

Was 100-Jährige von anderen unterscheidet

100-Jährige sind oft weniger krank als die Jüngeren. Worauf es ankommt, haben Forscher anhand von Daten von AOK-Versicherten herausgefunden. mehr »