Risiko erhöht

Bluthochdruck häufiger bei dicken Jugendlichen

Übergewichtige oder fettleibige Kinder und Jugendliche haben häufiger Bluthochdruck als Gleichaltrige mit normalem Gewicht.

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BARCELONA. Zu viele Pfunde erhöhen den Blutdruck - auch schon in jungen Jahren. Das geht aus Studienergebnissen hervor, die Professor Peter Schwandt aus München beim ESC-Kongress in Barcelona vorgestellt hat.

Ausgewertet wurden Daten von 22.051 jungen Menschen (Alter: drei bis 18 Jahre) im Prevention Education Program (PEP) der Family Heart Study, einer Nürnberger Beobachtungsstudie aus den Jahren 1994 bis 2008. Im Fokus stand der Zusammenhang von Körperfettverteilung und Hypertonie.

Bei allen Teilnehmern wurden Blutdruck, Body Mass Index (BMI), Taillenumfang, Verhältnis von Taillenumfang zu Körpergröße und prozentualer Körperfettgehalt (BF) gemessen. Die Werte seien einfach und kostengünstig zu ermitteln, müssten aber alters- und geschlechtsspezifisch ausgewertet werden, so Schwandt.

Gegenüber normalgewichtigen Kindern und Jugendlichen im gleichen Alter hatten Altersgenossen mit erhöhtem BMI ein signifikant höheres Prä-Hypertonie-Risiko: Bei Jungen und Mädchen mit Übergewicht um den Faktor 1,6 bzw. 1,8 und bei adipösen Jungen und Mädchen um den Faktor 2,4 bzw. 3,3.

Noch stärker war ein ungünstiges Fettverteilungsmuster mit dem Risiko für Bluthochdruck assoziiert, dabei ergab sich für adipöse männliche Kinder und Jugendliche eine 4,3- und für adipöse weibliche Kinder und Jugendliche eine 5,9-fache Erhöhung des Risikos. (UFO)

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