Besser essen, länger leben

Studie belegt Wirkung der DASH-Diät

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HEIDELBERG. Schon geringe Verbesserungen im Ernährungsplan machen sich nach Ergebnissen einer US-Studie nach wenigen Jahren positiv bemerkbar. Für Menschen mit Hypertonie empfiehlt die Deutsche Hochdruckliga die DASH-Diät.

Diese habe in früheren Studien eine blutdrucksenkende Wirkung erzielt und könne den Einsatz von Medikamenten sinnvoll unterstützen, so die Liga.

Die DASH-Diät (Dietary Approaches to Stop Hypertension) fördert den Verzehr von Obst und Gemüse, Vollkornprodukten und fettarmen Milchprodukten, erlaubt sind Geflügel und Fisch, Nüsse und Hülsenfrüchte. Einschränkungen gibt es bei zuckerhaltigen Lebensmitteln und Süßgetränken sowie bei rotem Fleisch, Fettsäuren und Salz.

US-Forscher haben die Auswirkungen der DASH-Diät und zweier anderer Diäten anhand von Daten von 74.000 Studienteilnehmern untersucht (N Engl J Med 2017; 377:143-153). Das Ergebnis: Jede Verbesserung der Ernährungsweise ist mit einer Senkung des Sterberisikos verbunden.

Dabei profitierten nicht nur Menschen, die die Empfehlungen vollständig angenommen hatten. "Jede Annäherung um 20 Prozent an das Ideal der DASH-Diät wurde nach 12 Jahren mit einer Senkung des Sterberisikos um 10 Prozent belohnt", wird Professor Hoyer, Klinikdirektor in Marburg, in der Mitteilung zitiert.

Nach acht Jahren war die Sterblichkeit um sieben Prozent gesunken, nach 16 Jahren betrug der Unterschied bereits 15 Prozent, heißt es in der Mitteilung. (eb/mmr)

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Kommentare
Thomas Georg Schätzler 09.08.201716:53 Uhr

DASH wäscht so weiß, weißer geht''s nicht - 2.0 Neuberechnung

Entschuldigung, aber

- wenn bei Teilnehmern, die sich nach den Regeln des Alternate Healthy Eating Index/AHEI (Ernährungsempfehlung der US-amerikanischen Regierung favorisiert Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Fisch, weißes Fleisch, Soja, Hülsenfrüchte, Tofu, ungesättigte Fettsäuren und ungesüßte Getränke) ernährt haben, das Sterberisiko auf 0,91 (95% Konfidenzintervall (KI) 0,85 – 0,97) gegenüber 100,0 der Vergleichsgruppe mit konventioneller Ernährung sinkt;

- unter den Dietary Approaches to Stop Hypertension/DASH (speziell für Hypertoniker empfohlenen AHEI Ernährung mit zusätzlicher Verringerung von Kochsalz durch alternative Verwendung von Kräutern und Gewürzen, fettarmer Milch, wenig rotem Fleisch) das Sterberisiko der Teilnehmer auf 0,89 (95% KI 0,84 – 0,95) sinkt;

und unter der Alternate Mediterranean Diet (AMD) das Sterberisikos gar auf 0,84 (95% KI, 0,78 – 0,91) gegenüber 100,0 der Vergleichsgruppe mit konventioneller Ernährung sinkt;

kann man nicht mehr von "besser" oder "schlechter" sprechen.

Die AMD ist eine für Mittelmeerländer typische Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Salat, Fisch und Käse, aber auch Weißbrot, bzw. Pasta und Pizza als Vorspeisen (!), Rotwein, rotem Fleisch, reichlich pflanzlichen Ölen und fettreichen Nüssen und keinem Zwang zu fettarmen Milch-(Produkten)!

Die Schlussfolgerungen: ["Conclusions - Improved diet quality over 12 years was consistently associated with a decreased risk of death (Funded by the National Institutes of Health)"] mit einer anhaltenden Senkung des Sterberisikos beziehen sich gleichsinnig mit leicht unterschiedlicher Intensität auf a l l e drei Ernährungsvarianten und veränderten Ernährungsgewohnheiten.

Keineswegs sind die folgenden Diäten untereinander hochsignifikant besser
1. Der veränderte "Gesunden Ernährungs-Index-Score“
2. Die veränderte "mediterrane Diät"
3. Der "diätetische Zugang zum Hypertonie-Stopp"
["Alternate Healthy Eating Index–2010 score, the Alternate Mediterranean Diet score, and the Dietary Approaches to Stop Hypertension (DASH) diet score"].

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund (z.Zt. Gdansk/Polen)

Quelle: "Association of Changes in Diet Quality with Total and Cause-Specific Mortality" von Mercedes Sotos-Prieto et al.
http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1613502

Thomas Georg Schätzler 28.07.201714:30 Uhr

DASH wäscht so weiß, weißer geht''s nicht?

Nicht nur die "DASH-Diät" hilft als veränderte Ernährungsgewohnheit.

Die Schlussfolgerungen: ["Conclusions - Improved diet quality over 12 years was consistently associated with a decreased risk of death (Funded by the National Institutes of Health)"] mit einer anhaltenden Senkung des Sterberisikos beziehen sich gleichsinnig mit leicht unterschiedlicher Intensität auf al l e drei Ernährungsvarianten:

1. Den veränderten "Gesunden Ernährungs-Index-Score“
2. Die veränderte "mediterrane Diät"
3. Den "diätetische Zugang zum Hypertonie-Stopp"
["Alternate Healthy Eating Index–2010 score, the Alternate Mediterranean Diet score, and the Dietary Approaches to Stop Hypertension (DASH) diet score"].

Und die mediterrane Diät bevorzugt auch noch moderaten Weingenuss, pflanzliche Öle und Nüsse! Fettarme Milch-(Produkte) sind dabei gar nicht erforderlich.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

Steffen Jurisch 28.07.201707:14 Uhr

Super Beispiel

Wieder ein klasse Beispiel für "es kommt immer darauf an, was ich mit was vergleiche". Sicherlich, jede Ernährungsänderung von der typisch amerikanischen Standardernährung hin zu einer gesünderen Ernährung bringt Vorteile für die Gesundheit. Dazu bedarf es keiner Studien... vergleicht man jedoch die DASH mit einer Diät welche von PCRM, Dr. Dean Ornish oder Dr. Esselstyn jun. empfohlen wird, dann würde jedem auffallen, dass deren Ergebnisse und Erfolge sich sehr stark von denen der DASH unterscheiden.
Jedoch passen solche Ernährungsformen nicht ins Bild der Patienten und Ärzte, denn die sind sich einig: 1. Der Patient will so wenig als möglich seine Ernährung umstellen und 2. Der Arzt ist daran interessiert, dass der Patient ein Patient bleibt. Darum ist für mich der wichtigste Part in diesem Artikel: ...und könne den Einsatz von Medikamenten sinnvoll unterstützen,...
Wo kämen wir denn hin, wenn da stehen würde: ...und kann den Einsatz von Medikamenten überflüssig machen...

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