Forschung und Praxis, 06.05.2005

Auswurffraktion korreliert nicht mit Lebensqualität

Wer unter chronischer Herzinsuffizienz leidet, ist meist in seiner Lebensqualität beeinträchtigt. Möglicherweise ist diese Beeinträchtigung aber nicht so gravierend, wenn trotz klinischer Zeichen einer Herzinsuffizienz die systolische Pumpfunktion noch weitgehend normal ist, könnte man denken. Falsch gedacht, konstatierte Dr. Eldrin F. Lewis unter Hinweis auf eine neue Analyse von Daten der CHARM-Studie.

CHARM lieferte mit dem Nachweis einer Reduktion von Mortalität und Morbidität durch Candesartan die Grundlage dafür, daß dieser Angiotensin-II-Blocker seit kurzem auch für die Indikation Herzinsuffizienz bei eingeschränkter systolischer linksventrikulärer Funktion zugelassen ist.

Am großen CHARM-Programm waren sowohl Patienten mit eingeschränkter als auch solche mit noch erhaltener systolischer linksventrikulärer Funktion beteiligt. Bei einem Teilkollektiv von 2709 der insgesamt 7599 Studienteilnehmer sind per validiertem Fragebogen Informationen zur Lebensqualität eingeholt worden.

Die dabei ermittelten Scores unterschieden sich in beiden Gruppen nicht wesentlich, berichtete Lewis. Patienten mit erhaltener systolischer Funktion waren in ihrer Lebensqualität durch die Herzinsuffizienz ebenso eingeschränkt wie Patienten mit deutlich erniedrigter Auswurffraktion. Es bestand keine Korrelation zwischen linksventrikulärer Auswurffraktion und Lebensqualität. (ob)

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