Ärzte Zeitung, 24.03.2014
 

Früherkennung

Detektion von unerkanntem Herzflimmern

Ein Screening-Verfahren ermittelt paroxysmales Vorhofflimmern und gibt damit Aufschluss über das Schlaganfallrisiko.

PIRMASENS. In einer multizentrischen Studie mit 225 Probanden aus kardiologischen Praxen Hessens wurde die SRA (Schlaganfall-Risiko-Analyse)-gestützte EKG-Auswertung auf paroxysmales Vorhofflimmern mit herkömmlichen EKG-Untersuchungen verglichen (PLOS one 2014, 28. Februar).

Die vom Unternehmen apoplex medical technologies GmbH aus Pirmasens entwickelte SRA-Technik analysiert vollautomatisiert EKG-Daten.

Ergebnis der von Sanofi-Aventis unterstützten Studie: Mit SRA wurde bei 23 von 54 Patienten ohne Flimmerepisoden ein Risiko für paroxysmales Vorhofflimmern ermittelt. Die Sensitivität betrug 42,6 Prozent, die Spezifität 99 Prozent.

Mit herkömmlichen EKG-Auswertungen war kein Vorhofflimmern festzustellen. Bei Patienten mit Vorhofflimmern wurden mit 99,2 Prozent Sensitivität und 99,2 Prozent Spezifität alle kardiologisch bestätigten Flimmerepisoden erkannt. Mit präventiven Maßnahmen ließe sich ein Vorfall vermeiden. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Progesteron-Gel kann Frühgeburt vermeiden

Sinkt der Progesteronspiegel in der Schwangerschaft zu früh, verursacht das wohl eine vorzeitige Wehentätigkeit und Geburt.Einige Frauen schützt eine vaginale Hormonapplikation davor. mehr »

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie Multimorbidität

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »