Thrombose/Schlaganfall

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Modul: Akuttherapie und Sekundärprophylaxe des ischämischen Schlaganfalls – Ein Musterbeispiel für personalisierte Medizin

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Ärzte Zeitung, 10.09.2007

Nach Schlaganfall ist auch eine Impfung gegen Influenza wichtig

Pneumonie häufigster Grund erneuter Klinikeinweisung nach Apoplexie

WEST HAVEN (hub). Schlaganfall ist eine Indikation für die Grippe- und Pneumokokken-Impfung, so die Ständige Impfkommission STIKO. Unterstützt wird die Empfehlung durch eine aktuelle Studie: Lungenentzündungen sind häufigste Ursache erneuter Klinikeinweisungen innerhalb von fünf Jahren nach Schlaganfall.

Ein Arzt schützt einen Patienten vor schweren Atemwegserkrankungen durch Influenzaviren. Foto: Service Impfen Aktuell

"Schlaganfall-Patienten sind motorisch eingeschränkt, das erhöht das Risiko für respiratorische Erkrankungen", sagte Professor Ulrich Laufs, Kardiologe am Uniklinikum Homburg / Saar zur "Ärzte Zeitung". Die Grippe-Impfung ist wohl die kosteneffektivste Maßnahme, diesen Patienten das Leben zu verlängern und die Morbidität zu verringern, so Laufs.

Die Bedeutung von Atemwegserkrankungen nach einem Schlaganfall hat erst kürzlich eine Studie belegt, in der Daten von 2600 Schlaganfall-Patienten ausgewertet wurden: Innerhalb von fünf Jahren nach Apoplexie wurden wegen Atemwegserkrankungen pro Jahr 8,2 bis 9 Prozent der Patienten erneut in ein Krankenhaus eingewiesen.

Dagegen mussten wegen erneuten Schlaganfalls pro Jahr 3,9 bis 6,1 Prozent der Patienten, wegen eines Herzinfarkts 4,2 bis 6 Prozent der Patienten erneut in die Klinik (Stroke 38, 2007, 1889). Dabei waren Schlaganfall und Herzinfarkt nur in den ersten Wochen und Monaten vermehrt der Grund für die Einweisung.

Hier die Impfempfehlungen der STIKO: www.rki.de - dann Infektionsschutz / Impfen

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