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Arterielle Dissektion

Genügt Hemmung der Plättchen?

In einer Studie konnten Plättchenhemmer einen sekundären Schlaganfall bei Patienten mit einer Karotis- oder Vertebralis-Dissektion ähnlich gut verhindern wie Antikoagulanzien.

Veröffentlicht:

CAMBRIDGE. Um Thromben infolge einer Karotis- oder Vertebralis-Dissektion zu verhindern, werden oft Plättchenhemmer und Antikoagulanzien eingesetzt.

Letztere wirken zwar stark antithrombotisch, verursachen aber bei einem Drittel der Patienten intramurale Blutungen. Daher stellt sich die Frage, ob Plättchenhemmer vielleicht ausreichen und eine weniger gefährliche Alternative darstellen.

Ein Team um Hugh S. Markus von der Uni in Cambridge nahmen 250 Patienten im Schnitt drei bis vier Tage nach einer Dissektion in die Studie CADISS (Cervical Artery Dissection in Stroke Study) auf, 90 Prozent waren durch einen Schlaganfall oder TIA aufgefallen (Lancet Neurology 2015; 14 (4), 361-367).

Nach drei Monaten kam es jedoch nur bei vier Patienten (2 Prozent) zu einem sekundären ischämischen Insult, drei davon stammten aus der Gruppe mit Plättchenhemmer, einer hatte Antikoagulanzien bekommen. Aufgrund der wenigen Ereignisse ließen sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen beiden Behandlungsformen erkennen.

Insgesamt war die Schlaganfallrate um den Faktor zehn kleiner als erwartet. Entweder haben also beide Behandlungsstrategien sehr gut neue Schlaganfälle verhindert, oder die Ereignisse traten aus anderen Gründen unerwartet selten auf. (mut)

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