Ärzte Zeitung, 07.10.2004

Nepal verstärkt Aids-Aufklärung für Jugendliche

Große Unwissenheit

KATMANDU (IPS). In Nepal, wo Kinder und Jugendliche fast ein Viertel der Bevölkerung ausmachen, konzentrieren sich die staatlichen Aids-Vorsorgemaßnahmen zunehmend auch auf die Altersgruppe der zehn- bis 19jährigen.

Wie das Nationale Zentrum für die Kontrolle von Aids und Geschlechtskrankheiten herausfand, sind in dem Himalaja-Staat offiziell 58 000 Menschen HIV-positiv. Rund 250 der Betroffenen sind zwischen zehn und 19 Jahre alt, 1500 gehören der Altersgruppe der 20- bis 29jährigen an.

Angesichts dieser Entwicklung ist die Regierung bemüht, Heranwachsende möglichst früh an die Probleme der Gesundheitsgefahren durch Geschlechtsverkehr heranzuführen. Sie hat eine nationale Gesundheits- und Entwicklungsstrategie auf den Weg gebracht, die verschiedene Sektoren der nepalesischen Gesellschaft für den Kampf gegen die Immunschwächekrankheit gewinnen will.

Das größte Problem bei der HIV/Aids-Bekämpfung in dem südasiatischen Land liegt in der mangelnden Aufklärung. Der Zugang zu Informationszentren und zu Verhütungsmitteln ist gering.

Um das Defizit abzubauen, hat ein Beratungszentrum für Jugendliche am Bir-Krankenhaus in Katmandu aufgemacht. Zudem laufen an einigen Schulen Kurse, die sich mit Fragen der reproduktiven Gesundheit befassen.

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