Ärzte Zeitung, 26.03.2007

KOMMENTAR

Aids-Aufklärung schiefgelaufen

Von Peter Leiner

Wenn heute nur noch etwa jeder Dritte in Deutschland Aids für eine gefährliche Krankheit hält, so ist hier in den vergangenen Jahren offensichtlich auch etwas in der Aufklärung der Bevölkerung schiefgelaufen. Möglicherweise warnen die Kampagnen nicht eindringlich genug vor der Infektion.

Wie soll auch etwas wie die HIV-Infektion als bedrohlich ins Bewusstsein gelangen, wenn zum Beispiel für die Nutzung von Kondomen im Zusammenhang mit Gemüse, dem Kondome übergestülpt werden, geworben wird?

Gepaart ist das unglücklicherweise mit einem Missverständnis: dass die HIV-Krankheit aufgrund der Therapie-Erfolge schon heilbar sei und es deshalb ausreiche, bei einer Infektion mit dem Aids-Erreger behandelt zu werden. Nur Optimisten glauben, dass es gelingt, HIV aus dem Körper zu eliminieren. Das darf keine Botschaft in der Aids-Aufklärung sein.

Lesen Sie dazu auch:
Mehr Geld für die Aids-Bekämpfung

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